18 Polizisten verletzt
Neue Krawalle in Belfast

Bei neuen Krawallen in der nordirischen Stadt Belfast hat es wieder Verletzte gegeben. Nach britischen Medienberichten wurden mindestens 18 Polizisten verletzt, als sie in der Nacht zum Montag von etwa 700 protestantischen Extremisten mit Benzinbomben und Wurfgeschossen angegriffen wurden. Auch Autos wurden in Brand gesteckt.

HB LONDON. Rund 2000 Polizisten und Soldaten versuchten, die Lage unter Kontrolle zu bringen. In zwei Stadtteilen fielen zudem Schüsse, die aber ersten Erkenntnissen zufolge niemanden trafen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und feuerte hunderte Gummigeschosse ab. Nach Polizeiangaben wurden zehn Menschen verhaftet. Bereits in der Nacht zum Sonntag waren bei den schwersten Ausschreitungen in Nordirland seit zehn Jahren 32 Polizisten in Belfast verletzt worden.

Die Krawalle in der Nacht zum Montag hatten sich an Hausdurchsuchungen entzündet, bei denen die Polizei nach den Unruhestiftern der Nacht zuvor suchten. Der nordirische Polizeichef Hugh Orde macht vor allem den protestantischen Oranierorden für die Ausschreitungen verantwortlich. Bei ihrem Traditionsmarsch, der am Wochenende durch von Katholiken bewohnte Gebiete führte, hätten sie „Leute auf der Straße öffentlich zur Gewalt angestachelt“, warf Orde den Oranieren vor.

Der protestantische Oranierorden feiert alljährlich mit traditionellen Paraden den Sieg Wilhelms von Oranien über den katholischen König Jakob II. im Jahre 1690. Am Samstagabend wollten Oranier durch die Springfield Road im katholischen Sektor von Belfast ziehen. Wegen des Verbots kam es auch in sieben anderen überwiegend protestantischen Orten Nordirlands zu Ausschreitungen. Stellenweise stießen auch katholische Extremisten auf die Demonstranten.

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