20 Menschen wurden verletzt
Explosion in irakischem Kino

Als in einem Kino in der nordirakischen Stadt Mossul eine Handgranate explodierte, starben zwei Menschen. Es ist nicht der erste Anschlag auf Kinos, in denen pornografische Filme gezeigt werden.

HB BAGDAD. Die Polizei teilte mit, Augenzeugen zufolge habe das Kino zu dem Zeitpunkt einen pornografischen Film gezeigt. Rund 20 Menschen seien bei der Explosion verletzt worden. Seit dem Ende des Irak-Krieges haben islamische Extremisten einige Anschläge auf Kinos verübt, in denen Filme gezeigt werden, die sie als unmoralisch betrachten.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad waren zuvor bei einem Bombenanschlag, der offensichtlich auf US-Soldaten abzielte, ein Iraker getötet und etwa 20 verletzt worden. Ein US-Militärsprecher sagte, die Bombe sei am Straßenrand explodiert, als ein Militärkonvoi vorbeigefahren sei. Ein Linienbus habe aber die Wucht der Explosion abbekommen. US-Opfer habe es keine gegeben.

Seit dem Ende der Kriegshandlungen Ende April sind US-Soldaten im Irak fast täglich Angriffen und Anschlägen ausgesetzt. Auch die Infrastruktur des Landes war das Ziel zahlreicher Sabotageakte.

Angesichts der Sicherheitslage war es unklar, ob ein Uno-Team, das den Anschlag auf das Hauptquartier der Weltorganisation in Bagdad untersuchen soll, überhaupt in den Irak reisen kann. Die Lage sei für die Uno und andere internationale Organisationen sehr schwierig, sagte der Leiter des Teams, der frühere finnische Ministerpräsident Martti Ahtisaari. Bei dem Bombenanschlag im vergangenen Monat waren 22 Menschen getötet worden, darunter der Uno-Sonderbeauftragte im Irak, Sergio Vieira de Mello.

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