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20 Millionen Demonstranten?: Nach Mubaraks Provokation droht die „Explosion“

Nach Mubaraks Rücktrittsweigerung sollen heute Massenproteste in ganz Ägypten den Präsidenten aus dem Amt treiben. Seine Fernsehansprache hatte Wut und Ratlosigkeit provoziert. Oppositionsführer El Baradei warnt vor einer „Explosion“ des Landes. Heute droht während und nach den Freitagsgebeten eine weitere Zuspitzung. Das ägyptische Militär will eine "wichtige Erklärung" abgeben.

Hosni Mubarak bei seiner Fernsehansprache: Der Präsident bleibt weiter im Amt. Quelle: DAPD
Hosni Mubarak bei seiner Fernsehansprache: Der Präsident bleibt weiter im Amt. Quelle: DAPD

HB KAIRO/WASHINGTON. Neue Massenproteste am heutigen Freitag sollen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak aus dem Amt treiben. Die Opposition hofft nach der erneuten Weigerung Mubaraks, sofort zurückzutreten, auf bis zu 20 Millionen Teilnehmer im ganzen Land. Das ägyptische Militär hat einem Fernsehbericht zufolge eine „wichtige Erklärung“ angekündigt. Der Hohe Rat der Streitkräfte werde sich „in Kürze“ mit einer Mitteilung an die Bevölkerung wenden, berichtete der Sender Al-Arabija am Freitag. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Die Protestbewegung hat für Freitag zu neuen Massendemonstrationen aufgerufen.

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Die Demonstrationen enttäuschter, wütender und frustrierter Regimegegner in Kairo dauerten die ganze Nacht an, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira weiter. Die Menschen hatten am Donnerstagabend aus Vorfreude jubelnd den Rücktritt des Staatschefs erwartet. Für einen Rückzug Mubaraks gab es auch Anzeichen. Doch als es dann ganz anders kam, fühlten sich viele von Mubarak, der seit 30 Jahren an der Macht ist, verraten und betrogen.

Der Aufruf von Vizepräsident Omar Suleiman nach einem Ende der Proteste verpuffte. Suleiman hatte an die Unzufriedenen appelliert nach Hause und wieder an die Arbeit zu gehen. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo, dem Zentrum der Demokratiebewegung, waren am Morgen immer noch Zehntausende Demonstranten versammelt. Viele standen vor dem Präsidentenpalast und dem Gebäude des staatlichen Rundfunks und Fernsehens.

Friedensnobelpreisträger El Baradei warnt vor einer "Explosion" und US-Präsident Barack Obama zeigte sich enttäuscht über die Rede Mubaraks. In einer schriftlichen Erklärung sagte Obama am Donnerstagabend (Ortszeit), dem ägyptischen Volk sei eine „Übertragung der Macht“ versprochen worden, aber es sei bisher nicht klar, dass dieser Übergang „unverzüglich, bedeutungsvoll und ausreichend“ sei. Obama rief die ägyptische Führung auf, sich „klar“ gegenüber dem eigenen Volk und der Welt zu äußern. Das sei ihre Verantwortung. US-Fernsehkommentatoren sprachen von der bisher schärfsten Washingtoner Stellungnahme seit Beginn der Unruhen in Ägypten.

Obama ging nicht direkt darauf ein, dass Mubarak entgegen allgemeiner Erwartungen nicht seinen Rücktritt erklärte, sondern stattdessen lediglich Machtbefugnisse an Suleiman übertrug. Obama sagte jedoch, die ägyptische Regierung müsse einen „glaubwürdigen, konkreten und unmissverständlichen Pfad in Richtung einer echten Demokratie einschlagen, und sie haben diese Gelegenheit noch nicht beim Schopf ergriffen“.

  • 11.02.2011, 15:53 UhrAnonymer Benutzer: müller

    Der Diktator ist Krank und sollte unbedingt in Deutschland behandelt werden. Die Deutschen Ärzte kennen einige seine Körperteile deshalb ist es effektiver wenn er nach baden baden kommt. Auch unsere Merkel kennt ein Körperteil von ihm, und somit wären alle wieder beieinander wie es die letzten Jahrzehnte gewesen ist. Wer ein Diktator Jahrzehntelang Waffen verkauft, der ist automatisch ein verbündeter.

    Die Merkel braucht kann auch nicht mehr weit zu fliegen, und kann gleich hier den Kopf in den Allerwertesten stecken.

  • 11.02.2011, 11:35 UhrAnonymer Benutzer: fellache

    wir bauen ihm eine kleine Pyramide und die verdiente grabkammer wie das schon immer tradition in ägypten hat. als grabbeigabe legen wir eine giftschlange bei. er wollte ja wie ein ägypter von uns gehen......

  • 11.02.2011, 10:51 UhrAnonymer Benutzer: Mal schauen wie lange noch die Finanzen...

    Mal schauen wie lange noch die Finanzen des Landes halten. Es gibt den Punkt, ab dem Mubarak seine Haltung aus eigener Tasche wird zahlen müssen...

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