2000 weitere Soldaten Im Gespräch
Briten erwägen höhere Truppenstärke im Irak

Nach der Ankündigung des Abzugs der spanischen Truppen aus dem Irak verhandeln die Briten mit den USA und anderen Koalitionspartnern über eine Truppenverstärkung im Irak. Als „Gegenleistung“ soll London von Washington größeren Einfluss auf das „Management der Sicherheitslage“ im Irak gefordert haben.

HB LONDON. Die Truppenstärke sei eines der Themen, die Großbritannien derzeit mit seinen Irak-Verbündeten diskutiere, sagte eine Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums am Montag in London. Dabei verwies sie ausdrücklich auf den Rückzug Spaniens und die derzeitige Sicherheitslage im Irak. Bei der Explosion eines Chemikalienlagers in Bagdad wurden Augenzeugen zufolge US-Soldaten und Iraker verletzt. In Falludscha westlich von Bagdad lieferten sich US-Truppen heftige Gefechte mit Aufständischen. Im südirakischen Kerbela griffen Rebellen einen Konvoi des bulgarischen Präsidenten Georgi Parwanow an, der den Truppen seines Landes einen Überraschungsbesuch abstattete. Niemand sei verletzt worden, teilte das Land mit.

Großbritannien hat nach den USA mit rund 7 500 Soldaten die stärkste Truppe im Irak und erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung weiterer 2 000 Soldaten. Die Sprecherin bestätigte diese Zahl nicht. Die Tageszeitung „Times“ berichtete unter Berufung auf Regierungskreise weiter, die Briten würden an Konfliktherden wie Nadschaf rund 160 Kilometer südlich von Bagdad stationiert, wo Anhänger des Schiiten-Führers Moktada el Sadr einen Aufstand gegen die US-geführten Besatzungstruppen begonnen haben. Die britischen Truppen kontrollieren den Süden des Landes rund um Basra. Spanien hat 1 400 Soldaten im Irak, zieht sie nun aber nach dem Regierungswechsel in Madrid ab. Georgien kündigte dagegen am Montag an, seine Truppen im nordirakischen Tikrit von derzeit 150 auf 550 zu erhöhen.

Die Explosion des Bagdader Chemikalien-Lagers ereignete sich den Augenzeugen zufolge, nachdem die US-Soldaten das Gebäude umstellt hatten. „Als sie in das Haus eindringen wollten, gab es einen riesigen Feuerball und ich wurde auf den Boden geworden“, sagte Imad Haschim, der rund hundert Meter entfernt war. Die Armee machte zunächst keine Angaben.

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