22 Serbische Kinder gelten weiterhin als vermisst
18 Kinderleichen aus Massengrab im Norden Bosniens geborgen

Aus einem Massengrab bei Sijekovac, im Norden Bosniens, sind in den vergangenen Wochen insgesamt 58 Leichen geborgen worden. Darunter befinden sich auch Überreste von 18 Kindern im Alter zwischen 5 und 17 Jahren.

HB SARAJEVO/BANJA LUKA. Das sagte Enisa Adzovic von der bosnischen Vermisstenkommission der in Banja Luka erscheinenden Zeitung „Nezavisne“ am Mittwoch. Bei den Leichen könnte es sich um 1992 begrabene serbische Zivilisten handeln, sagte sie.

Da sich auf den Vermisstenlisten der bosnischen Serben keine Kinder und Jugendlichen befinden, könnten die Opfer aus der ostkroatischen Stadt Vukovar stammen, sagte Goran Krcmar von der Vermisstenkommission der bosnischen Serbenrepublik. Aus dieser 1991 zwischen Kroaten und Serben heftig umkämpften Stadt gelten 22 serbische Kinder weiterhin als vermisst. Sijekovac, am Grenzfluss Sava zwischen Bosnien und Kroatien, war zur Zeit der Entstehung des Massengrabes von der regulären Armee Kroatiens besetzt, schrieb das Blatt.

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