25 Menschen getötet
Im Gazastreifen eskalieren die Kämpfe

Bei einer Eskalation der Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern sind am Donnerstag im Gazastreifen mindestens 25 Menschen getötet worden. Zehn Tote habe es gegeben, als ein Panzer im palästinensischen Flüchtlingslager Dschabalia eine Granate auf eine Hauptstraße gefeuert habe, wie aus einem Krankenhaus mitgeteilt wurde.

HB GAZA/TEL AVIV. Während die Armee ihre breit angelegte Offensive gegen palästinensische Raketenangriffe verschärfte, attackierten Kämpfer der radikal-islamischen Hamas-Bewegung einen israelischen Beobachtungsposten und die jüdische Siedlung Nisanit.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte eine Ausweitung des Einsatzes gegen die palästinensischen Raketenangriffe befohlen, nachdem am Vortag in der israelischen Stadt Sderot zwei Kleinkinder beim Einschlag einer Kassam-Rakete getötet worden waren. Verteidigungsminister Schaul Mofas kündigte einen groß angelegten und lang anhaltenden Einsatz an. Die israelische Armee stieß am Donnerstag mit Panzern und Luftwaffenunterstützung tief nach Dschabalia vor, wo es zu heftigen Gefechten mit Palästinensern kam. Mehrere militante Kämpfer und Zivilisten wurden getötet.

Palästinenser aus den Reihen der Hamas töteten an einer israelischen Kontrollstelle einen Soldaten und griffen später die Siedlung Nisanit an. Dort wurden eine Joggerin und ein Rettungssanitäter der Armee getötet. Vier militante Palästinenser starben bei den Angriffen. Ein Sprecher der Hamas-Organisation sagte unterdessen, Raketenangriffe auf Israel würden als Selbstverteidigung betrachtet.

Das Uno-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) protestierte bei der israelischen Regierung gegen die Behinderung der Arbeit im Gazastreifen. Wegen des Einsatzes der Armee sei die Verteilung von Lebensmitteln unterbrochen, Uno-Mitarbeiter seien erheblichen Gefahren ausgesetzt, kritisierte das Hilfswerk. Zudem hätten israelische Behörden den UNRWA-Chef Peter Hansen in beispielloser Weise an der Ausreise aus dem Gazastreifen zu einem Uno- Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman gehindert.

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