International

_

25 Militärflugzeuge: USA plant erneut Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien

Nach Kampfjets will das US-Verteidigungsministerium 25 Militärflugzeuge an Saudi-Arabien verkaufen. Das Land ist einer der wichtigsten Partner der USA im Konflikt mit Iran. Der Kongress muss den Plänen noch zustimmen.

Transportmaschine der US-Airforce. Quelle: Reuters
Transportmaschine der US-Airforce. Quelle: Reuters

WashingtonDas US-Verteidigungsministerium hat den Kongress über ein umfangreiches Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien informiert. Wie die für Rüstungsexporte zuständige US-Behörde DSCA am Freitag mitteilte, wurde der Kongress am Donnerstag über das Geschäft mit einem Umfang von 6,7 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) in Kenntnis gesetzt. Der Kongress hat 30 Tage Zeit, um mögliche Einwände vorzubringen.

Anzeige

Den Angaben zufolge will Saudi-Arabien 20 Transportflugzeuge und fünf Versorgungsflugzeuge kaufen. In der Kaufsumme enthalten sind auch die Ausbildungskosten, die logistische Unterstützung sowie Ersatzteile und Zubehör. „Saudi-Arabien braucht diese Geräte für die Modernisierung seiner alternden Flotte“, erklärte die Behörde. Die 25 zusätzlichen Militärflugzeuge für das Land änderten nicht das Kräftegleichgewicht in der Region.

Rüstungsindustrie Das sind Deutschlands größte Ballermänner

  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner

Saudi-Arabien zählt zu den wichtigsten Verbündeten der USA in der Golfregion. Wegen des Konflikts mit dem Iran, das nach Ansicht westlicher Staaten eine Atombombe entwickelt, ist das Verhältnis zu diesen Staaten für Washington besonders wichtig. Im Jahr 2010 hatten die USA und Saudi-Arabien ihren bislang größten Rüstungsvertrag geschlossen. Er hatte einen Umfang von 60 Milliarden Dollar und umfasste untere anderem die Lieferung von 84 Kampfjets und 178 Kampfhubschraubern.

 

  • 29.11.2012, 11:54 UhrAS1

    Es ist schon merkwürdig liebes Handelsblatt, der Artikel "Deutschland beliefert Israel massiv mit Waffen" darf nicht kommentiert werden, während man hier bei "USA plant erneut Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien" seinen Kommentar abgeben kann. Die USA und Saudi Arabien sind wohl nicht so brisant? Das riecht nach Zensur!

  • 10.11.2012, 13:00 Uhrgeorge.orwell

    Ist das wirklich nur ein Rüstungsgeschäft? Oder die weitere Verlagerung von Militärgerät der NATO in die Region, die scheinbar für den Ausbruch des dritten Weltkrieges auserkoren wurde?

    Was will Saudi-Arabien mit diesem ganzen Rüstungsapparat? Sich verteidigen? Siehe auch hier:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article106613795/Saudi-Arabien-will-600-deutsche-Panzer-kaufen.html

    Darauf läuft es dann hinaus:

    http://www.bueso.de/film/unsurvivable

  • Die aktuellen Top-Themen
Proteste gegen Präsidenten: Burkina Faso setzt seine Regierung ab

Burkina Faso setzt seine Regierung ab

Seit 27 Jahren regiert Blaise Compaore in Burkina Faso. Damit das so bleibt, sollte das Parlament die Verfassung ändern - doch das Volk spielte nicht mit. Nach gewalttätigen Protesten schritt das Militär ein.

Einigung mit der Ukraine: Russland dreht den Gashahn wieder auf

Russland dreht den Gashahn wieder auf

Durchbruch im Dauerkonflikt zwischen Russland und der Ukraine: Der Streit um Gaslieferungen ist beigelegt, beide Länder einigten sich auf ein Winterpaket. Kann die Ukraine es auch bezahlen?

Lobbyismus in Amerika: Deutsche Firmen kaufen sich in US-Wahlkampf ein

Deutsche Firmen kaufen sich in US-Wahlkampf ein

Am ausufernden Politik-Sponsoring in den USA dürfen sich Ausländer nicht beteiligen. Doch deutsche Firmen wie BASF und Telekom haben ein Schlupfloch gefunden, wie sie beim Wahlspenden-Lobbyismus mitmischen können.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International