27 Milliarden Euro
Italiens Banken wollen Geld von der EZB

Bis zu 27 Milliarden Euro wollen Italiens Banken von der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Geld wollen sich die Banken in der ersten Runde der Versteigerung billigen Geldes durch die EZB besorgen.
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Frankfurt/MailandDie vier größten italienischen Banken wollen sich bis zu 27 Mrd. Euro in der ersten Runde der Versteigerung billigen Geldes durch die Europäische Zentralbank (EZB) besorgen. Das erfuhr Bloomberg News aus informierten Kreisen. Mit der Finanzspritze soll die Kreditvergabe an Haushalte und Unternehmen angetrieben werden.

Branchenführer UniCredit SpA wird sich demnach bei der September-Auktion um 7 Mrd. Euro bemühen. Banca Monte dei Paschi di Siena SpA, die Nummer drei in Italien, will Gebote für 3 Mrd. Euro abgeben, wie es hieß. Banco Popolare SC werde sich wohl um bis zu 3,8 Mrd. Euro bemühen.

Der Branchenzweite, Intesa Sanpaolo SpA, hat bereits selbst das Ziel von 13 Mrd. Euro genannt.

Die Kredite – bekannt als zielgerichtete langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTROs) – sind Teil eines historischen Pakets der EZB, um die Kreditvergabe in der Eurozone in Schwung zu bringen. Dahinter steht letztlich das Ziel, die Konjunktur in der Region anzutreiben.

Die Eurozone hatte im zweiten Quartal kein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Die drei größten Volkswirtschaften – Deutschland, Frankreich und Italien – kamen entweder nicht von der Stelle oder schrumpften sogar.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • 2013 ist die Staatsverschuldung in Europa weiter stark gestiegen.

    Die Euro-Währungsunion hat sich faktisch zu einer Haftungsgemeinschaft entwickelt, daher ist heute die Entwicklung in der Euro-Zone für Deutschland wichtiger als die Verschuldung in Deutschland selbst.

    Schon zu Beginn der Euro-Währungsunion lag die Schuldenquote bei 70%, Ende 2013 waren es 92%. Die Schulden steigen!

    Von den 5 großen Volkswirtschaften der Euro-Zone (Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Spanien) ist die Entwicklung in 3 vollkommen desolat.

    Die Staatsschulden in Italien sind mit ca. 2.069 Mrd. € ähnlich hoch wie in Deutschland (2.147 Mrd. €), doch ist die Wirtschaftskraft des Landes um 40% kleiner.

    Ohne die Kredite von der EZB wäre Italien zahlungsunfähig!

    Auch Griechenland, Portugal und Irland sind von den Krediten der EZB abhängig.

    Besonders schnell steigen die Schulden seit Jahren in Frankreich, dem zweitgrößten Land der Euro-Zone: Um 20% innerhalb von 4 Jahren!

    Aber wirklich extrem ist die Entwicklung in Spanien:
    Dort hat sich die Verschuldung innerhalb von 5 Jahren mehr als verdoppelt:
    von 40 auf 93% gemessen am BIP.

    Die EZB wacht nicht mehr über die Stabilität der Währung, sondern finanziert nur die Schulden der Staaten.

    Vielen europäischen Politikgangstern erscheint das als gangbarer Ausweg.
    Die erste Billion, um die die Geldmenge jetzt ausgeweitet wurde, wird daher nicht die letzte bleiben.

    Der Vertrag von Maastricht und die EU ist endgültig gescheitert.
    Die Staatsverschuldung Europas ist dank der Brüsseler Junta und ihrer EU-Propagandamedien außer Kontrolle geraten.

    Das globale Bankensystem und damit das Geldsystem hängt nur noch an einem seidenen Faden. Es kann jederzeit zusammenbrechen, weil es praktisch keine gesunden Finanzistitute mehr gibt. Gegen den drohenden Kollaps hilft nur Gold.

    Wann wachen die Menschen auf?

    Jeder der das nicht versteht, sollte nach "Schuldgeldsystem" suchen.

    www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

  • Wer will nochmal, wer hat noch nicht?

  • sind die nicht auf einem guten Weg wie Schäuble meinte? dem kann man ja nix mehr Glauben.

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