2 000 Soldaten beteiligt
USA starten Großoffensive in Afghanistan

Die US-Truppen haben angesichts zunehmender Angriffe radikalislamischer Rebellen mit der größten Offensive in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban vor zwei Jahren begonnen. Nach Angaben aus den US-Streitkräften in Bagram nördlich von Kabul vom Dienstag sind bei der „Operation Lawine“ rund 2 000 amerikanische Soldaten eingesetzt.

HB KABUL. Die Offensive gegen Kämpfer des Terrornetzes El Kaida und der radikalislamischen Taliban habe am Montag in Unruheprovinzen im Süden und Südosten Afghanistans begonnen und dauere an.

Wenige Tage nach dem Tod von neun Kindern wurden nach unbestätigten Berichten acht Zivilisten bei einem Bombenangriff der US-Luftwaffe getötet. Der Angriff sei Teil einer gemeinsamen Operation in der ostafghanischen Provinz Paktia von US-Truppen und afghanischer Armee gewesen, meldete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP.

Nur wenige Tage nach dem Tod von neun Kindern sind erneut Kinder bei einem Bombenangriff der US-Luftwaffe in Ostafghanistan getötet worden. Unter insgesamt acht toten Zivilisten seien zwei oder drei Kinder und eine Frau, sagte der Gouverneur der Provinz Paktia, Asadullah Wafa, am Dienstag. Eine Bombe habe in der Nacht zu Montag das Ziel verfehlt und sei im Nachbarhaus eingeschlagen.

Am Samstag waren bei einem Angriff der US-Luftwaffe im ostafghanischen Ghasni neun Kinder getötet worden. Bei der Operation war auch ein Mann ums Leben gekommen. Ob er der Taliban-Kommandeur war, dem der Angriff eigentlich gegolten hatte, ist entgegen ersten Angaben der US-Streitkräfte inzwischen unklar.

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