30 Tote in zwei Tagen
Schwerste Kämpfe in Mogadischu seit 15 Jahren

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu liefern sich Soldaten und Rebellen die heftigsten Kämpfe seit Anfang der 90er Jahre. Innerhalb von zwei Tagen kamen nach Angaben der Behörden 30 Menschen ums Leben, mehrere hundert Einwohner wurden verletzt.

HB MOGADISCHU. Ein Krankenhaus wurde am Freitag mit Mörsergranaten angegriffen. Aufständische schossen einen äthiopischen Hubschrauber ab.

Die Rebellen, offenbar Anhänger der im Dezember gestürzten islamischen Miliz, beschossen die Regierungstruppen sowie äthiopische Soldaten aus ihren Stützpunkten inmitten von Wohnvierteln. Die Truppen erwiderten das Feuer mit schwerer Artillerie. Überall auf den Straßen lagen Leichen. Über der Stadt stiegen dichte Rauchwolken auf.

„Die Bevölkerung von Mogadischu ist in den schwersten Kämpfen seit mehr als 15 Jahren eingeschlossen“, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Seit Anfang Februar sind 58.000 Bewohner aus Mogadischu geflohen.

Auslöser der jüngsten Kämpfe ist eine Offensive der von äthiopischen Soldaten unterstützten Regierungstruppen gegen die Rebellen. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Übergangsregierung übernahm zum Jahreswechsel die Macht in der Hauptstadt, nachdem ihre Truppen mit Unterstützung Äthiopiens die islamische Miliz vertrieben hatten. Seitdem kommt es immer wieder zu Gefechten. Die von der Afrikanischen Union gestellte internationale Friedenstruppe war bislang nicht in der Lage, die Situation zu stabilisieren.

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