4800 Tote seit Beginn der zweiten Intifada
Solana kündigt Nahost-Initiative an

EU-Chefdiplomat Solana hat eine Initiative zur Wiederbelebung des Friedensprozesses angekündigt. Die Uno zog eine blutige Bilanz des Konflikts.

HB BERLIN. Der außenpolitische EU-Repräsentant Javier Solana hat eine neue Initiative zur Stärkung der palästinensischen Sicherheitsstrukturen angekündigt. «Wahrscheinlich zusammen mit Ägypten werden wir gut vorbereitete Leute schicken, damit die Palästinenser über eine vernünftige Kommandostruktur verfügen und auch die Mittel haben, ihre Aufgaben zu erfüllen», sagte Solana dem «Spiegel». Laut UN-Angaben sind seit dem Beginn der der Al-Aksa-Intifada vor vier Jahren im Nahost-Konflikt bereits mehr als 4800 Menschen getötet worden.

Wie der stellvertretende UN-Generalsekretär Kieran Prendergast dem Sicherheitsrat in New York berichtete starben bis Freitag 3839 Palästinenser und 979 Israelis. Allein in den vergangenen vier Wochen wurden laut Prendergast 206 Palästinenser und 13 Israelis getötet. Die meisten Opfer gab es bei der jüngsten Großoffensive Israels im Gazastreifen.

Von einem Friedensprozess in Nahost könne schon längst keine Rede mehr sein, erklärte Prendergast: «Gewalt, nicht Verhandlungen, bleiben vorerst der leider viel zu häufig beschrittene Weg so genannter Kommunikation.» Keine der beiden Seiten erfülle zurzeit seine Verpflichtungen aus der so genannten Roadmap. Diesen Friedensplan hatten die Vereinten Nationen zusammen mit den USA, der EU und Russland ausgearbeitet.

Solana forderte Israels Ministerpräsident Ariel Scharon auf, die Truppen aus allen besetzten Gebieten zurückzuziehen, wie es in dem Friedensplan vorgesehen ist. Der von Scharon angekündigte Rückzug aus dem Gaza-Streifen sei nicht ausreichend.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%