50 Jahre Elysée-Vertrag: Niedergang der Esskultur endet beim Déjeuner

50 Jahre Elysée-Vertrag
Der Franzose - das unbekannte Wesen

Niedergang der Esskultur endet beim Déjeuner

In umgekehrter Richtung dagegen erlebt man ein gewisses Überlegenheitsgefühl, fast schon Herablassung. „Manch einer glaubt, er müsse jetzt, wo es den Franzosen schlechter geht, noch mal so richtig drauftreten“ sagte vergangene Woche ein deutscher Unternehmer, der schon lange in Frankreich arbeitet.

Schwer zu sagen, was von den debattierten Änderungen tatsächlich verwirklicht wird. Aber immerhin, die vor knapp zwei Wochen vereinbarte Reform des Arbeitsmarktes ist ein guter Anfang. Das Land kommt in Bewegung, Arbeitgeber und Gewerkschaften verlassen ihre Schützengräben.

Veränderung spürt an auch in kleinen Dingen. Die Leute sind längst nicht mehr so zeremoniös und steif wie früher. Die goldbetresste Ehrengarde im Elysée-Palast, der Plüsch und Pomp in manchen Ministerien täuschen.

Der Umgang ist locker geworden, mehr als in Deutschland. Trifft man jemanden zum zweiten oder dritten Mal, duzt man sich fast automatisch. Undenkbar, dass Kollegen sich wie in Deutschland auch nach Jahren noch siezen. Und man spricht Englisch, von Wissenschaftlern bis zu Kellnern.

Und dann die Esskultur. Sie hat arg gelitten, nimmt teils absurde Formen an. Eine Junk-Food-Kette bietet seit Anfang Januar Burger mit einer Scheibe Gänsestopfleber oben drauf an, der verzweifelte Versuch, in Würde unterzugehen.

Doch beeindruckt, wie die Institution des Mittagessens gegen die Zumutungen der Arbeitswelt verteidigt wird. Gegen 13 Uhr sollte man nicht versuchen, ein Taxi zu bekommen. Da treffen sich die Fahrer an diversen Restaurants und machen kollektiv Pause. Soll der Kunde sehen, wie er weiterkommt: Am Déjeuner wird nicht gerüttelt!

Kommentare zu " 50 Jahre Elysée-Vertrag: Der Franzose - das unbekannte Wesen"

Alle Kommentare
  • 'auslaender' sagt
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    hallo herr rechner,

    haben sie das zitieren bei guttenberg gelernt?
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    Abscheinend ist Ihnen entgangen daß ich Sie MIT Quellenangabe und unter Kenntlichmachung des Zitats als solches zitiert habe.

    Denn schließlich hätte ich mir sonst Ihre Pöbeleien zu eigen gemacht.

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    'auslaender' sagt
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    danke, um meine manieren ist es bestens bestellt. aber ich mache mir um ihre sorgen.
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    Anscheinend wissen Sie nicht, was Manieren sind, denn sonst würden Sie sicher nicht hier herumpöbeln.

    Und Sie würden "Ihre" in der Anrede, und noch so einiges, groß schreiben.

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    'auslaender' sagt
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    weiß eigentlich ihre mutter was sie ihr so schreiben?
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    Wüßte nicht, was Sie das angeht.

    Typische Aisländerenpöbelei übrigens, die Mutter eines anderen ungefragt ins Spiel zu bringen.

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    'auslaender' sagt
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    haben sie schon mal darüber nachgedacht auszuwandern? sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.
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    Würde ich eher Ihnen empfehlen.

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    'auslaender' sagt
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    sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.
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    Verbittert bin ich nicht, aber mit dem Tapetenwechsel haben Sie schon recht.

    Die Tapete kann man nämlich auch wechseln ohne umzuziehen.

    Wir wünschen den Tapeten eine gute Heimreise.

  • hallo herr rechner,

    haben sie das zitieren bei guttenberg gelernt?

    danke, um meine manieren ist es bestens bestellt. aber ich mache mir um ihre sorgen. weiß eigentlich ihre mutter was sie ihr so schreiben?

    haben sie schon mal darüber nachgedacht auszuwandern? sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.

    aber ich möchte ihnen nicht zu nahe treten. sicherlich nicht.

    wünsche einen schönen abend! :-)

  • 'Profil' sagt
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    Wenn Frankreich und Europa deutsch werden sollten, also die Humorbremse angezogen wird, dann ist schluss mit lustig.
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    Humor ist eine englische Erfindung, und Deutsche sind genetisch bedingt humorunfähig.

    Damit müssen wir uns leider abfinden.

    Als Clown ist Hollande hingegen bestens geeignet.

    ...

    So hat dann doch jeder was er mag.

  • O-Ton 'auslaender'
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    "pöbeleien". soso. meine beiläufigen kommentare werden als pöbeleien abgestempelt.
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    "da zeigt endlich mal der "michel" seine hässliche fratze"

    Keine Pöbelei?

    Manieren haben Sie offensichtlich nicht in Deutschland gelernt.

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    O-Ton 'auslaender'
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    danke, aber ich bleibe gerne hier. ich habe eine ordentliche & kostenlose schul- und universitätsausbildung erhalten, daher möchte ich mich nicht als undankbar erweisen und einfach abhauen.
    ist doch schön mit euch hier!
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    Solange bis Sie rausgeworfen werden.

    Wir wünschen eine gute Heimreise.

  • Und die Welt wird sich auch ohne Sie weiter drehen.

    Lassen Sie Ihre Pöbeleien einfach woanders ab.

    Wir wünschen eine gute Heimreise.

  • O-Ton Rechner
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    O-Ton Handelsblatt
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    Frankreich und seine Bewohner werden deutscher. Ein wenig.
    .......................

    Gut beobachtet, Herr Hanke.

    Also ist in der Handelsblattredaktion doch noch nicht Hopfen und Malz verloren.

    ...

    Jetzt müßten nur noch die Deutschen deutscher werden. Und zwar nicht nur ein wenig.
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    ...

    O-Ton Handelsblatt
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    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.
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    Unsachlich ist nur Ihre Löschung.

  • "pöbeleien". soso. meine beiläufigen kommentare werden als pöbeleien abgestempelt.
    ich kitzel doch nur heraus was in euch steckt. mich erschreckend zunehmend wie gut formuliert und ausgepfeilt manche kommentare hier sind.
    wenn man in die geschichtsbücher schaut, erfährt man, das schon länder eine kulturell revolution durchlebt haben. und die welt dreht sich dennoch weiter.
    jeder von euch kennt doch mischlinge. deutsch/spanier, deutsch/italiener, detusch/albaner, detusch/türke, deutsch/niederländer etc.
    mir ist aufgefallen, das sich keiner dieser mischlinge als deutsch bezeichnet, sondern stets der anderen nationalität verbunden fühlt. interessant oder? fragt euch mal wieso!

    danke, aber ich bleibe gerne hier. ich habe eine ordentliche & kostenlose schul- und universitätsausbildung erhalten, daher möchte ich mich nicht als undankbar erweisen und einfach abhauen.
    ist doch schön mit euch hier!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • mein gott! ich habe nur leicht gereizt reagiert und erfahre einen solchen gegenwind! da zeigt endlich mal der "michel" seine hässliche fratze!!
    bislang habe ich braunes gedankengut eher beim einfachen volk vermutet. jedoch formulieren sich einige kommentatoren derart gepflegt, das inhaltlich dennoch der aufgeklärte charakter in frage gestellt werden muss.
    ausländer provozieren druch ihr eigenes verhalten ihnen entgegengebrachte feindselligkeiten? interessant!!
    waren den deutsche jemals ausländerfreundlich? zufällig während dem 2. weltkrieg?
    außerdem, gibt es überhaupt noch "ethno-deutsche"? jeder dritte deutsche NRWler hat polnische wurzeln!
    ihr solltet froh sein das es uns ausländer gibt. mit euren verweichtlichen akademiker-kindern kann man nichts anfangen. wenn überhaupt, dann studieren die "malen-nach-zahlen"! fachrichtungen ohne nachhaltigen gegenwert! schaut euch doch mal die hörsäle der technischen fachrichtungen an :-)
    freunde, die welt dreht sich weiter. mit euch oder auch ohne!

  • @Herrn Otto: ich finde Ihre Schilderung sehr interessant und stimme Ihnen 100% zu. Ein Mensch kann sich total ändern, wenn seine Umgebung anders wird und er sich nicht mehr dazugehörig fühlt. Dass könnte auch mit der deutschen zukünftigen Minderheit passieren. Es hängt davon ab, wie schnell sich die Verhältnisse in der Gesellschaft ändern werden, und ob die Deutschen ihre Werte (und die Migranten ihre auch) anpassen werden, sodass ein Kompromiss erreicht wird, sodass keine großen Konflikte entstehen.

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