In umgekehrter Richtung dagegen erlebt man ein gewisses Überlegenheitsgefühl, fast schon Herablassung. „Manch einer glaubt, er müsse jetzt, wo es den Franzosen schlechter geht, noch mal so richtig drauftreten“ sagte vergangene Woche ein deutscher Unternehmer, der schon lange in Frankreich arbeitet.
Gehört ebenfalls zu denen, auf die Hollande sich verlässt. Heißer Anwärter auf den Posten des Justizministers.
Beliebter Globalisierungsgegner mit Vorliebe für griffige Polemiken. Wäre fast über seine deutschlandfeindlichen Äußerungen gestolpert.
Ruhig, professionell und seit 15 Jahren ein Vertrauter des Kandidaten. Der Deutschland-Kenner hat beste Chancen, nach der Wahl Premierminister zu werden.
War Premier unter Francois Mitterrand und ist ein alter Gegner Hollandes. Spekuliert trotzdem auf das Außenministerium.
Kommunikationschef von Hollandes Kampagne. Extrem ehrgeizig, aber nicht immer mit dem richtigen Fingerspitzengefühl gesegnet.
Expertin für Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Könnte Arbeitsministerin werden.
Die Parteivorsitzende war eine scharfe Kritikerin Hollandes. Doch nach der Wahl würde sie gerne Premierministerin werden .
Der Autor von Hollandes Wahlprogramm ist einer seiner ältesten Freunde. Er war bereits Finanzminister - und könnte es wieder werden.
War früher Europaminister - und würde es gerne wieder. Oder noch mehr.
Die sozialistische Kandidatin von 2007 hat sich 2006 von Hollande getrennt. Ihre politische Feindschaft haben die beiden inzwischen begraben.
Auch er zählt zu den engsten Getreuen. Der Bretone ist als Europa- oder Landwirtschaftsminister im Gespräch.
Die Lebensgefährtin Hollandes war Journalistin - bis sie begonnen hat, im Wahlkampf auch öffentlich als Frau an seiner Seite in Erscheinung zu treten.
Hollande-Sprecherin, Expertin für innere Sicherheit und frühere Vertraute von Ségolène Royal. Abgeordnete der Nationalversammlung.
Axa-Chef, Hollande-Freund. Hat mit ihm zusammen die Eliteschule ENA absolviert.
Leitet den Energie-Multi GDF Suez. Wichtiger Gesprächspartner von Hollande.
Der Sozialist leitet die Finanzaufsicht AMF. Eng mit Hollande befreundet und wichtiger Ratgeber für Fragen der Finanzmärkte.
Partner von Rothschild & Cie. Hat an Hollandes Wirtschaftsprogramm mitgewirkt und könnte eventuell mit in die Leitung des Präsidialamtes berufen werden.
Europa-Vizechef der Bank Lazard. Aktionär von Le Monde und Anhänger von Hollande.
Schwer zu sagen, was von den debattierten Änderungen tatsächlich verwirklicht wird. Aber immerhin, die vor knapp zwei Wochen vereinbarte Reform des Arbeitsmarktes ist ein guter Anfang. Das Land kommt in Bewegung, Arbeitgeber und Gewerkschaften verlassen ihre Schützengräben.
Veränderung spürt an auch in kleinen Dingen. Die Leute sind längst nicht mehr so zeremoniös und steif wie früher. Die goldbetresste Ehrengarde im Elysée-Palast, der Plüsch und Pomp in manchen Ministerien täuschen.
Der Umgang ist locker geworden, mehr als in Deutschland. Trifft man jemanden zum zweiten oder dritten Mal, duzt man sich fast automatisch. Undenkbar, dass Kollegen sich wie in Deutschland auch nach Jahren noch siezen. Und man spricht Englisch, von Wissenschaftlern bis zu Kellnern.
Und dann die Esskultur. Sie hat arg gelitten, nimmt teils absurde Formen an. Eine Junk-Food-Kette bietet seit Anfang Januar Burger mit einer Scheibe Gänsestopfleber oben drauf an, der verzweifelte Versuch, in Würde unterzugehen.
Doch beeindruckt, wie die Institution des Mittagessens gegen die Zumutungen der Arbeitswelt verteidigt wird. Gegen 13 Uhr sollte man nicht versuchen, ein Taxi zu bekommen. Da treffen sich die Fahrer an diversen Restaurants und machen kollektiv Pause. Soll der Kunde sehen, wie er weiterkommt: Am Déjeuner wird nicht gerüttelt!

'auslaender' sagt
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hallo herr rechner,
haben sie das zitieren bei guttenberg gelernt?
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Abscheinend ist Ihnen entgangen daß ich Sie MIT Quellenangabe und unter Kenntlichmachung des Zitats als solches zitiert habe.
Denn schließlich hätte ich mir sonst Ihre Pöbeleien zu eigen gemacht.
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'auslaender' sagt
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danke, um meine manieren ist es bestens bestellt. aber ich mache mir um ihre sorgen.
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Anscheinend wissen Sie nicht, was Manieren sind, denn sonst würden Sie sicher nicht hier herumpöbeln.
Und Sie würden "Ihre" in der Anrede, und noch so einiges, groß schreiben.
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'auslaender' sagt
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weiß eigentlich ihre mutter was sie ihr so schreiben?
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Wüßte nicht, was Sie das angeht.
Typische Aisländerenpöbelei übrigens, die Mutter eines anderen ungefragt ins Spiel zu bringen.
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'auslaender' sagt
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haben sie schon mal darüber nachgedacht auszuwandern? sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.
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Würde ich eher Ihnen empfehlen.
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'auslaender' sagt
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sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.
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Verbittert bin ich nicht, aber mit dem Tapetenwechsel haben Sie schon recht.
Die Tapete kann man nämlich auch wechseln ohne umzuziehen.
Wir wünschen den Tapeten eine gute Heimreise.

hallo herr rechner,
haben sie das zitieren bei guttenberg gelernt?
danke, um meine manieren ist es bestens bestellt. aber ich mache mir um ihre sorgen. weiß eigentlich ihre mutter was sie ihr so schreiben?
haben sie schon mal darüber nachgedacht auszuwandern? sie wirken leicht verbittert - da würde ein tapetenwechsel sicherlich gut tun.
aber ich möchte ihnen nicht zu nahe treten. sicherlich nicht.
wünsche einen schönen abend! :-)

'Profil' sagt
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Wenn Frankreich und Europa deutsch werden sollten, also die Humorbremse angezogen wird, dann ist schluss mit lustig.
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Humor ist eine englische Erfindung, und Deutsche sind genetisch bedingt humorunfähig.
Damit müssen wir uns leider abfinden.
Als Clown ist Hollande hingegen bestens geeignet.
...
So hat dann doch jeder was er mag.
34 Kommentare
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