50. Jahrestag
Kuba: Jubiläumsfeier ohne Fidel

Die kubanische Führung hat am Samstag sich selbst gefeiert, den Sozialismus und besonders die Gründung der kubanischen Revolutionstruppen vor 50 Jahren. Nur einer fehlte bei der großen Militärparade in der Hauptstadt Havanna: Fidel Castro.

HB HAVANNA. In Abwesenheit von Fidel Castro ist in Havanna eine große Militärparade zum 50. Jahrestag der Gründung der kubanischen Revolutionstruppen abgehalten worden. Die Veranstaltung vom Samstag markierte zugleich den Höhepunkt der nachträglichen Feiern zum 80. Geburtstag des erkrankten kubanischen Staatschefs. Doch wie schon zu seinem eigentlichen Geburtstag am 13. August war Castro nicht in der Öffentlichkeit zu sehen.

Die Militärparade wurde vom jüngeren Bruder des Erkrankten abgenommen, dem amtierenden Präsidenten Raul Castro. Dieser ging in einer halbstündigen Rede auf die Ereignisse vom 2. Dezember 1956 ein. Unter der Führung Fidel Castros landeten damals 82 kommunistische Rebellen mit einer Yacht an der kubanischen Küste und leiteten als neue Revolutionstruppe den Sturz von Präsident Fulgencio Batista am 1. Januar 1959 ein.

Zum Zustand seines Bruders äußerte sich Raul Castro nicht. Fidel Castro selbst hatte zum Auftakt der Feiern am Dienstag erklären lassen, dass er sich für eine Begegnung mit den Festbesuchern noch nicht wohl genug fühle. Ehrengäste bei den Feiern waren unter anderem die Präsidenten Boliviens und Haitis, Evo Morales und Rene Preval, der designierte Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega, sowie der kolumbianische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez.

Bei einer Feierstunde im Karl-Marx-Theater von Havanna am Freitagabend sagte der kubanische Vizepräsident Carlos Lage dem Sozialismus auf der Karibikinsel eine lange Zukunft voraus. Es werde keinen Übergang zu einem neuen System, sondern Kontinuität geben. Morales pries die jüngsten Erfolge der Linken in Lateinamerika. „Wir haben Venezuela, Kuba und bald auch Ecuador und Nicaragua“, sagte der bolivianische Präsident vor mehreren tausend Menschen. Wegen der Präsidentenwahl in Venezuela am Sonntag kam Amtsinhaber Hugo Chavez nicht nach Kuba, sondern ließ sich von Außenminister Nicolas Maduro vertreten.

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