50. Todestag von JFK
Das Geschäft mit der Verschwörung

Kein Mord an einem Staatsmann ist bis heute von einer solchen morbiden Faszination umgeben – und vom Reiz des Geldes: Ein halbes Jahrhundert nach dem Tod von „JFK“ boomt das Geschäft mit dem Schauer seiner Geschichte.
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San FranciscoDie tragischen Schüsse fielen am 22. November 1963. Abgefeuert aus einem Fenster eines verlassenen Schulbuchlagers im texanischen Dallas beendeten sie das Leben des bis heute wohl bekanntesten Präsidenten der Vereinigten Staaten, John Fitzgerald Kennedy. Diese Kugeln veränderten die Welt.

Doch während es weder der einzige, noch der letzte heimtückische Mord an einem Staatsmann war, ist kein anderer bis heute von so vielen Gerüchten, Verschwörungstheorien und einer eigentümlichen morbiden Faszination umgeben. Die Faszination „JFK“, von der eine ganze Industrie bis heute gut lebt. Kamen die zwei Schüsse wirklich aus dem Lagerhaus? Und waren es nicht in Wirklichkeit drei oder sogar vier, wie Geheimnis umwobene Tonschnipsel belegen sollen, die seit Jahrzehnten immer wieder neu ausgewertet werden.

War der vorgeführte Harvey Lee Oswald wirklich der Schütze und wenn ja, handelte er wirklich alleine? War es nicht vielmehr eine Verschwörung, angezettelt vom allmächtigen Secret Service? Oder sehen wir hier die Handschrift des allgegenwärtigen Geheimbunds Illuminati, der insgeheim schon seit Jahrhunderten die Welt regiert?

Am 50. Todestag von JFK wabern die verschiedensten Theorien weiter wie frischer Pulverdampf nach den tödlichen Schüssen in der Luft, und es sind immer diese „runden“ Jahrestage, an denen sich der Rauch noch einmal zu verdichten scheint. Immerhin drei Viertel der US-Bürger glauben Umfragen zufolge auch heute noch, dass die damals einberufene Warren Commission 1964 die Wahrheit nicht ans Tageslicht gebracht hat. Weil sie nicht konnte, weil sie nicht durfte, oder weil sie nicht wollte? Wer weiß das schon.

Für die Kommission war der Kommunist und Fidel Castro-Verehrer Oswald der Alleintäter. Die meisten Verschwörungstheorien haben dagegen den Secret Service als Hintergrund. Besonders populär: Die Unfall-Theorie. Nachdem Oswald das Feuer eröffnet hatte, habe ein Sicherheitsbeamte seinen Colt gezogen, um das Feuer zu erwidern. Als sein Fahrzeug plötzlich stoppte, verlor er das Gleichgewicht und unbeabsichtigt löste sich der fatale Schuss, der tatsächliche den 35sten Präsidenten der USA tötete. Beweise? Gibt es nicht wirklich, aber die Geschichte ist schauerlich schön.

Das alles ist ein gefundenes Fressen für Medien und Internet. Das Buch „Killing Kennedy: The End of Camelot“ von Bill O'Reilly und Martin Dugard ist auch ein Jahr nach Erscheinen noch ein Bestseller, schon den ganzen November sind die Kabelkanäle voll von TV-Dokumentationen. Hervorzuheben ist dabei die auf National Geographic, „Killing Kennedy“ nach der Vorlage von O'Reillys Buch. Oder „JFK: One P.M. Central Standard Time“, eine Hommage an den jungen Journalisten Walter Cronkite, der mit einen Kloß im Hals auf CBS die Nachricht verbreitete, brillant gespielt von George Clooney.

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Traf ein weiterer Schuss den Kopf des Präsidenten?

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  • Die (noch am selben [Mord-] Tag!) erste Amtshandlung seines Nachfolgers, des vorherigen Vize-Präsidenten und Hochgrad-Freimaurers (32. Grad) Lyndon Baines Johnson, eines skrupellosen, hoch kriminellen Hochfinanz-Handlangers, war es, Kennedys präsidialen Beschluss wieder aufzuheben, die bereits ausgegebenen Scheine wieder einziehen und mit den schon gedruckten einstampfen zu lassen.

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der int. Bakster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Jeder der die Antwort wissen will, sollte im Netz nach "Schuldgeldsystem" suchen.

  • Bis heute ist gegen jeden U.S.-Präsidenten, der versuchte, sich gegen den militärisch-industriellen Komplex, gegen die Wall Street und gegen das Zentralbank-Kartell, also gegen die Federal Reserve Bank oder ihre Vorläufer (Bank of North America, First Bank of the United States, Second Bank of the United States) zu stellen, mindestens ein Mord-Anschlag verübt worden: Andrew Jackson (1835), Abraham Lincoln († 1865), James A. Garfield († 1881), William Mac Kinley († 1901) und John F. Kennedy (†1963).

    Als bisher letzter Präsident der Vereinigten Staaten versuchte 1963 John Fitzgerald Kennedy, 35. Präsident der U.S.A., die Macht der privaten Zentralbank Federal Reserve zu brechen, indem er begann, staatseigene, zinslose und schuldenfreie Banknoten herauszugeben, die durch die Gold- und Silber-Reserven des US-Treasury-Department (US-Schatzamt) gedeckt waren.

    Am 4. Juni 1963 unterzeichnete Kennedy ein präsidiales Dokument (Executive Order Number 11.110), mit dem er die verfassungswidrige Ausführungs-Verordnung des 28. Präsidenten Woodrow Wilson, einer unmündigen Rothschild-Marionette, vom 23. Dezember 1913 (Executive Order Number 10.289: „Federal Reserve Act“) außer Kraft setzte und die Herausgabe von staatseigenen, schuldenfreien und zinslosen, von Gold und Silber gedeckten Banknoten mit den Aufschriften „United States Note“ (statt „Federal Reserve Note“) und „Redeemable in Gold and Silver on Demand“ („Eintauschbar in Gold und Silber auf Verlangen“) durch das Schatzamt anordnete.
    Bis zu Kennedys Ermordung am 22. November 1963 in Dallas / Texas waren mehr als vier Milliarden US-Dollars (exakt: 4.292.893.815) in 2- und 5-Dollar-Scheinen in Umlauf gebracht worden; die bereits gedruckten 10- und 20-Dollar-Scheine wurden nicht mehr ausgeliefert:

  • ein etwas "abgehobener", aber dennoch sehr interessanter und tiefgründiger Artikel, der viele Dinge bezüglich des Attentats beleuchtet:

    http://www.tempel-der-wahrheit.de/die-tempel-kammern/zesit-kammer-der-zeitgeschichte/entry/wer-hatte-angst-vor-kennedy-david-gegen-goliath

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