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60. Jahrestag: Beginn der Feierlichkeiten zu Israels Staatsgründung

Am Mittwochabend haben mit dem Sonnenuntergang die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründungs Israels begonnen. Zuvor gedachte das Land der Opfer von Kriegen und Anschlägen. Unterdessen geht die israelische Armee in den Palästinensergebieten gegen islamistische Extremisten vor.

HB JERUSALEM. Sirenen markierten am Morgen den Gedenktag, anschließend hielten die Menschen in zwei Schweigeminuten inne. Angehörige besuchten die Gräber von getöteten Soldaten und Anschlagsopfern. Bis zum Sonnenuntergang war im Radio nur ernste Musik zu hören, Kinos und andere Unterhaltungsstätten blieben geschlossen.

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„Dieser besondere Tag löscht unsere Differenzen aus. Unser Gefühl von Einheit und einem gemeinsamen Schicksal ist stärker denn je“, sagte Ministerpräsident Ehud Olmert bei der zentralen Gedenkveranstaltung auf dem nationalen Militärfriedhof am Herzl-Berg in Jerusalem. In der Altstadt gingen einige Palästinenser allerdings selbst während der Schweigeminuten ihren Geschäften nach – ein Zeichen für die tiefe Kluft im Nahen Osten.

Seit im Jahre 1860 die ersten Juden gezielt ins damalige Palästina einwanderten, sind bei Kämpfen und Anschlägen insgesamt 22 437 Juden getötet worden, wie das israelische Verteidigungsministerium mitteilte. Israel hat seit seiner Staatsgründung sechs Mal Krieg gegen seine Nachbarländer geführt, zuletzt im Sommer 2006 gegen den Libanon. Im vergangenen Jahr kamen 132 Soldaten und Zivilpersonen ums Leben, viele von ihnen im Kampf mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen.

Nach Sonnenuntergang sollten dann die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Staatsgründung beginnen. Diese fand am 14. Mai 1948 statt. Da sich wegen des jüdischen Mondkalenders jedoch alljährlich Verschiebungen ergeben, wird der Jahrestag schon am Donnerstag begangen.

Die israelischen Streitkräfte drangen am frühen Mittwochmorgen in den südlichen Gazastreifen ein und griffen eine Reihe von Zielen an. Nach palästinensischen Angaben wurde ein Mitglied der militanten Organisation Islamischer Dschihad getötet, mindestens 14 Menschen wurden verletzt.

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