60 von 90 Inseln auf den Malediven intakt
Viele Touristen wollen im Flutgebiet bleiben

Zahlreiche Touristen in den asiatischen Flutgebieten wollen nach Angaben mehrerer Reiseveranstalter trotz der Naturkatastrophe ihren Aufenthalt nicht abbrechen.

HB NÜRNBERG. „Möglicherweise wollen diese Menschen ihre vermissten Angehörigen finden oder identifizieren oder bei den Rettungsarbeiten helfen“, sagte Tui-Sprecherin Stefanie Rother. Auf den Malediven setze die große Mehrheit der Gäste trotz der Katastrophe ihren Urlaub fort, aber auch in den besonders betroffenen thailändischen Touristengebieten Phuket und Khao Lak hätten einzelne Gäste das Rückreiseangebot ausgeschlagen.

Thomas Cook-Sprecher Asgar Schubert zufolge haben 98 Prozent der nicht direkt betroffenen Cook-Urlauber auf den Malediven ihren Urlaub fortgesetzt. „Von rund 90 touristisch genutzten Inseln sind 60 völlig intakt, dort ist nichts geschehen“, sagte Schubert. Auf den Malediven seien etwa 30 Prozent der Hotels von der Flutwelle beschädigt worden, auf Sri Lanka und im thailändischen Phuket etwa 50 Prozent. Deshalb habe Thomas Cook bis auf weiteres alle Urlaubsangebote für Phuket aus dem Programm genommen, nicht jedoch für die übrigen Ziele in Süd- und Südostasien.

Von den etwa 2100 Touristen der Rewe-Veranstalter ADAC-Reisen, Meier's Weltreisen und DerTour in den betroffenen Gebieten seien bislang 680 nach Deutschland zurückgekehrt, sagte eine Sprecherin. Bei Thomas Cook hatten etwa 4000 Touristen Urlaub in den jeweiligen Ländern gebucht, 2500 bis 3000 von ihnen in den betroffen Gebieten. Davon seien am Dienstag bereits 1000 nach Deutschland gebracht worden, weitere 1000 sollten am Mittwoch folgen, sagte der Sprecher. Von den etwa 800 Tui-Reisenden in den betroffenen thailändischen Gebieten seien „nahezu alle“ ausgeflogen worden, hieß es bei TUI. „Spätestens am Donnerstag werden die letzten Leute aus den Küstenorten zurückfliegen“, sagte die Sprecherin.

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