67-Jährige hat deutsche Wurzeln
Unternehmer soll neuer US-Botschafter in Berlin werden

Der Industrielle William Robert Timken aus Ohio soll neuer US-Botschafter in Deutschland werden. Präsident George W. Bush nominierte den 67-Jährigen am Dienstag offiziell als Nachfolger von Daniel Coates, der kürzlich seine Dienstzeit in Berlin beendet hat. Das teilte das Weiße Haus am Dienstag in Washington mit.

HB WASHINGTON. Timken muss noch vom Senat bestätigt werden, was bei Botschaftern in Prinzip als Formsache gilt.

Timkens Firma in Canton (Ohio) wollte sich am Dienstag nicht zu der Nominierung äußern und keine weiteren Angaben über seine Person machen. „Herr Timken hat den Rat bekommen, nicht mit der Presse zu reden“, sagte seine Assistentin.

Timken ist Nachfahre deutscher Einwanderer aus Bremen, die Mitte des 19. Jahrhunderts in die USA kamen. Er studierte an den Eliteuniversitäten Stanford und Harvard Wirtschaft. Er spricht wie sein Vorgänger in Berlin, Daniel Coats, kein Deutsch und hat bislang keinerlei diplomatische Erfahrung. Timken gilt als großzügiger Spender der republikanischen Partei.

Timken leitete von 1962 bis 2003 das Familienunternehmen „Timken Company“, das Spezialstahl und Kugellager für die Auto-, Flugzeug- und Bahnindustrie herstellt. Timken gab den Chefposten vor zwei Jahren auf, blieb aber Vorsitzender des Verwaltungsrates. Die Firma hat rund 26 000 Angestellte, ist in 27 Ländern aktiv und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,5 Mrd. Dollar.

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