70-jähriger Professor unter den Opfern
Vier westliche Helfer im Irak entführt

Erneute Geiselkrise im Irak: Nach der Entführung von vier westlichen Helfern im Irak hat Großbritannien gemeinsam mit den örtlichen Behörden sowie den USA und Kanada eine Untersuchung eingeleitet.

HB LONDON. Das bestätigte das britische Außenministerium nach Angaben des Senders BBC vom Montag. Bei einer der Geiseln handelt es sich um einen über 70-jährigen britschen Professor, der für mehrere Hilfsorganisationen im Irak tätig ist, teilte die Regierung in London mit. Zuvor hatte Kanada bestätigt, dass zwei seiner Bürger im Irak entführt wurden. Bei der vierten Geisel soll es sich um einen Amerikaner handeln. BBC sprach von einer der größten Gruppen westlicher Bürger, die seit Beginn des Irak-Konflikts entführt wurden.

Bislang wurden nur wenige Einzelheiten über die Geiselnahme bekannt. Als relativ sicher gilt, dass sich die vier Helfer am Samstag in einer als gefährlich geltenden Gegend von Bagdad aufhielten und dort von Entführern überwältigt wurden, berichtete eine BBC-Korrespondentin aus der irakischen Hauptstadt.

Die meisten westlichen Hilfsorganisationen haben sich aus dem Irak zurückgezogen, nachdem dort im Oktober 2004 die britisch-irische Nothelferin Margaret Hassan entführt und einen Monat danach ermordet wurde. Nur noch einige wenige Helfer arbeiten von der „Grünen Zone“ aus, die von einem massiven US-Truppenaufgebot geschützt wird.

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