8000 Hektar Kokasträucher sollen gerodet werden
Peruanische Drogenmafia setzt jährlich sieben Milliarden Dollar um

Die Drogenmafia kauft pro Jahr in Peru Kokapaste im Wert von geschätzten 7 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) auf.

HB LIMA. Diese Summe entspreche der Hälfte des Staatshaushalts, teilte die Drogenbekämpfungsbehörde Devida am Sonntag (Ortszeit) in der Hauptstadt Lima mit. Die Anbaufläche gab Devida-Direktor Jorge Valencia mit etwa 60 000 Hektar an. 90 Prozent der Ernte an Kokablättern gehe in die illegale Produktion von Kokain. Die Produktionskapazität Perus entspreche damit etwa 25 Prozent des Weltkonsums, sagte Valencia. Weltweit größter Produzent von Kokain ist das Nachbarland Kolumbien.

Die Regierung von Präsident Alejandro Toledo wolle in diesem Jahr mindestens 8000 Hektar Kokasträucher roden lassen, betonte Valencia. Die Behörden treffen bei der Bekämpfung der Kokafelder aber auf erbitterten Widerstand der Bauern. Sie machen geltend, dass sie vom Anbau legaler Pflanzen nicht überleben könnten, weil die Preise etwa für Bananen oder Palmenherzen zu niedrig seien. Auch die mangelnde Infrastruktur spielt der Drogenmafia in die Hände, denn ein Sack getrockneter Kokablätter kann von einem Mann leicht auf Trampelpfaden transportiert werden, eine Tonne Bananen dagegen nicht.

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