Ab Juni
In Irak werden bald Nahrungsmittel verteilt

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat am Donnerstag die baldige Verteilung von Lebensmitteln für Millionen von Menschen im Irak angekündigt.

HB/dpa NEW YORK. Mit der Wiederankurbelung des Verteilsystems könne Hunger unter der irakischen Bevölkerung vermieden werden, sagte der WFP-Direktor James Morris bei einer Beratung des Sicherheitsrates zur humanitären Lage im Irak. Ab Juni würden in dem Land jeden Monat rund 480 000 Tonnen Nahrungsgüter eintreffen. Rund 200 000 Tonnen seien bereits unterwegs.

Zuvor hatte der Sicherheitsrat die Aufhebung der vor 13 Jahren verhängten Uno-Sanktionen gegen den Irak beschlossen. Mit der Resolution erhielten die Besatzungsmächte USA und Großbritannien weit reichende Vollmachten zur Verwaltung des Landes und seiner Erdöleinkünfte bis zur Bildung einer international anerkannten Regierung.

Die geplanten Lieferungen des Welternährungsprogramms waren allerdings nicht von den Sanktionen betroffen. Sie werden zum großen Teil aus staatlichen Spenden finanziert und sollen in der Übergangsphase bis zur Wiederherstellung des Wirtschaftslebens die Versorgung der Bevölkerung unterstützen.

Für die Verteilung der Nahrungsmittelbeihilfen will das WFP auf Ausgabestellen zurückgreifen, die im Rahmen des Uno-Programms „Öl für Lebensmitte“ geschaffen worden waren. Mit dem Beginn des Krieges war das Programm ausgesetzt worden. Es soll nun für sechs Monate in Uno- Regie weitergeführt und zugleich schrittweise dem von den Besatzungsmächten verwalteten neuen Irak-Entwicklungsfond eingegliedert werden.

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