International

_

Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte: Grünes Licht für die Finanztransaktionssteuer

Die Finanztransaktionssteuer kann an den Start gehen: Die Finanzminister der 27 EU-Länder stimmten der Einführung der Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte zu.

Sie kommt: die Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte. Quelle: dpa
Sie kommt: die Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte. Quelle: dpa

BrüsselEine Gruppe von EU-Staaten um Deutschland und Frankreich hat grünes Licht für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die Finanzminister der 27 EU-Länder stimmten der Einführung der Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte in bislang elf EU-Ländern am Dienstag in Brüssel zu, wie EU-Diplomaten mitteilten. Eine solche Abgabe auf Bank- und Börsengeschäfte in der gesamten EU war gescheitert, die elf Länder wollen daher gemeinsam im Rahmen der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit voranschreiten.

Anzeige

Dazu gehören neben Deutschland und Frankreich auch die Euro-Staaten Belgien, Estland, Griechenland, Spanien, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien und die Slowakei. Weitere Staaten können sich dem Vorhaben aber noch anschließen. In einem nächsten Schritt macht die EU-Kommission nun Vorschläge zu Höhe und Reichweite der Steuer. Gibt es darüber eine Einigung, müssen die teilnehmenden Staaten die Steuer einstimmig beschließen.

Deutsche Währungen Wonach sich Euro-Skeptiker zurücksehnen

  • Deutsche Währungen: Wonach sich Euro-Skeptiker zurücksehnen
  • Deutsche Währungen: Wonach sich Euro-Skeptiker zurücksehnen
  • Deutsche Währungen: Wonach sich Euro-Skeptiker zurücksehnen
  • Deutsche Währungen: Wonach sich Euro-Skeptiker zurücksehnen

Bisherige Pläne der EU-Kommission sehen eine Steuer auf Geschäfte mit Aktien und Anleihen in Höhe von 0,1 Prozent vor, der Satz für den Derivatehandel soll bei 0,01 Prozent liegen. Eine Abgabe auf Finanzgeschäfte soll die Bankenbranche nicht nur an den Kosten des Kampfes gegen die Schuldenkrise beteiligen, sondern auch Methoden wie den Hochfrequenzhandel bremsen, in dem Kritiker einen Grund für Börsenturbulenzen sehen.

  • 22.01.2013, 13:41 Uhr

    "Grünes Licht für die Finanztransaktionssteuer" =
    "Grünes Licht für ökonomischen Unsinn"

  • 22.01.2013, 13:41 Uhr

    Ich glaube es erst, wenn die Transaktionssteuer wirklich da ist. Ich vermute, die Bankenlobby und unsere korrupten Politiker werden das schon noch zu verhindern wissen. Ich finde es beim jetzigen Entwurf schon entsetzlich, dass der Aktienkauf, der eher auch mal vom kleinen Sparer gewählt wird, zehnmal höher besteuert wird als Derivatehandel, der praktisch nur im Interbankencasino gespielt wird.

  • 22.01.2013, 13:51 Uhr

    Ist es nicht bezeichnend, dass die Derivate nur mit einem Zehntel der "normalen" Aktien "Abgabe" belegt werden! Ist es nicht bezeichnend, dass es vor allem nur die Kleinanleger und Privaten trifft und die Big Player nicht! Eben welche Big Player, die den Derivatehandel mit all seiner zerstörerischen Kraft eben dann nicht mehr hier oder in Frankreich betreiben sondern in London sitzen und round world agieren! Dieses Gesetz dient einzig und alleine der Politik hier im Land als Legitimation, den Menschen hier zu suggerieren, man hätte nun was getan! Eine reine Show fürs Volk. Mit Geldern welche sich die Hedge Fonds, die Investmentbanken leihen von den Zentralbanken für praktisch nichts! Dieses Gesetz ist Schaumschlägerei. Vollkommen typisch für unsere EU Poliitkerkaste des modernen Wahns. Weiterer Ausführungen spare ich mir.

  • Die aktuellen Top-Themen
Geldpolitik „geduldig“ angehen: Die Fed spielt auf Zeit

Die Fed spielt auf Zeit

Die US-Notenbank Fed übt sich im Spagat: Sie signalisiert eine mögliche Leitzinserhöhung, hält aber an ihrem Niedrigzinsbekenntnis fest. Bei der Abstimmung über den künftigen geldpolitischen Kurs gab es Gegenstimmen.

Mehrheit wie erwartet verfehlt: Präsidentenwahl in Griechenland zunächst gescheitert

Präsidentenwahl in Griechenland zunächst gescheitert

Spannung in Athen: Im griechischen Parlament misslingt in der ersten Runde die Wahl des neuen Präsidenten. Gelingt das nicht bis Ende Dezember, sind vorgezogene Wahlen vorgeschrieben. Die Krise könnte wieder aufflammen.

Gefangenenaustausch: Ende der Eiszeit zwischen USA und Kuba

Ende der Eiszeit zwischen USA und Kuba

Nur etwa 150 Kilometer trennen Kuba vom den USA. Doch ideologisch liegen zwischen den Staaten Welten. Nach langen Verhandlungen zeichnet sich eine Kehrtwende ab – dabei soll der Papst eine zentrale Rolle gespielt haben.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International