Abkommen kann in 90 Tagen in Kraft treten
Putin unterzeichnet Kyoto-Klimaschutz-Protokoll

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Weg für das Kyoto-Klimaschutzprotokoll frei gemacht. Er hat am Freitag das Gesetz zur Ratifizierung des Vertrags unterzeichnet.

HB MOSKAU. Putin habe das Gesetz am Donnerstag unterzeichnet, teilte das russische Präsidialamt mit. Beide Kammern des Parlamentes hatten das erste Umweltabkommen, das Länder weltweit zur Senkung der Emission von Treibhausgasen rechtlich verpflichtet, zuvor ratifiziert.

Die USA, die mit rund 36 % der Emissionen weltgrößter Ausstoßer sind, hatten sich unter Präsident George W. Bush 2001 von dem Abkommen zurückgezogen. Um verbindlich zu werden, musste es von mindestens 55 Ländern ratifiziert werden, die für 55 % des Kohlendioxidausstoßes der Industrieländer verantwortlich sind. Bisher war das Protokoll zwar von 126 Ländern ratifiziert worden, insgesamt waren aber nur 44 % der Emissionen repräsentiert. Russland, das für 17 % des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich ist, kam daher eine Schlüsselrolle zu.

Das Abkommen tritt 90 Tage nach dem Hinterlegen der Ratifizierungsurkunde Russlands bei den Vereinten Nationen (UN) in Kraft.

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