Abkommen mit den USA
Gemeinsam gegen Steuerhinterzieher

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und die USA vereinigen sich im Kampf gegen Steuerhinterziehung. Die sechs Länder erarbeiteten ein Abkommen, das zum Vorbild eines globalen Systems werden könnte.
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Die großen EU-Länder und die USA wollen Steuerhinterziehern mit einer engeren Zusammenarbeit das Handwerk legen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und die USA erarbeiteten ein Musterabkommen für bilaterale Vereinbarungen, das die Basis für einen besseren Austausch von Informationen über steuerliche Vorgänge bieten soll.

In einer gemeinsamen Erklärung, die das Bundesfinanzministerium am Donnerstag verbreitete, heißt es: „Dies ist ein wichtiger Schritt zu einem einheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung durch automatischen Informationsaustausch."

Die sechs Länder wollen in Kooperation mit weiteren Staaten, der OECD und gegebenenfalls auch mit der EU „gemeinsame standardisierte Melde- und Sorgfaltspflichten" erarbeiten. Ziel ist es, zu einem globalen System zu kommen, mit dem die Steuerhinterziehung so effizient wie möglich bekämpft werden kann.

Das Musterabkommen schafft den Rahmen dafür, dass bestimmte Kontodaten durch die Finanzinstitute an die jeweiligen Steuerbehörden gemeldet werden. Anschließend sollen die betreffenden Daten gemäß den bilateralen Doppelbesteuerungs- und Steuerinformationsabkommen untereinander ausgetauscht werden.

Konkret verpflichten sich die fünf europäischen Staaten jeweils, von den bei ihnen ansässigen Banken Informationen über Konten, die von US-Bürgern gehalten werden, zu erheben und den US-Behörden zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug stellen die USA Informationen über Zins- und Dividendeneinkünfte von Bürgern der Partnerländer zur Verfügung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Abkommen mit den USA: Gemeinsam gegen Steuerhinterzieher"

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  • @nirun182
    Das diese Überwachung in I so gekommen ist,war zu erwarten.
    Das bedeutet aber ganz sicher nicht, dass mir das gefällt.Ich bin mir sehr bewusst,was ein orwellscher
    Staat für die Bürger bedeutet.
    Ich bin gegen Vorratsdatenspeicherung,gegen z.B AKW`s
    und war in früheren Jahren auch gegen den Nato Doppelbeschluß.In meinem Alter ist man allerdings auch ohne Illusionen.
    Und die wirklichen Biggs wollen sicher kein Geld mehr von Anderen,die spenden es.Es sind die kriminellen Spekulanten dieser Welt,die das System zum Einsturz bringen werden.

  • Mal von Deutschland und den USA abgesehen wäre es erst einmal notwendig die Korruption auszuschalten. Solange die nämlich funktioniert wird es auch Steuerhinterziehung geben.

  • Ulrich62: Genau solche Orwellsche Überwachungsstaaten und Kontrollbehörden braucht man um an das Geld der Bürger zu kommen! Mit Steuer-Ehrlichkeit hat dies wenig zu tun da der Staat der größte Betrüger selber ist und die Bürger um IHRE gezahlten Steuern BETRÜGT! Nur Dummköpfe und Regierungen können einem solchen Überwachungsstaat Gutheißen! Leider stirbt der Dumme und Staats - Hörige Bürger nicht aus sonder vermehrt sich im Gegenteil noch! Gerechte und Akzeptable Steuer-Sätze und einen "Leistungsbeweis" der Regierung über die für den Bürger nutzvolle Anwendung dieser Gelder würde die sogenannte Steuerflucht rapide eindämmen!

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