Abkommen tritt nun auch ohne USA in Kraft
Umweltschutzverbände begrüßen Russlands Ratifizierung

Deutsche Umweltschutzverbände und Parteien haben die Ratifizierung des Klimaschutzabkommens von Kyoto durch die russische Duma ausdrücklich begrüßt. Sie sprechen von einem "entscheidenden Schritt".

HB BERLIN. Der BUND forderte am Freitag die USA auf, jetzt ebenfalls „globale Verantwortung“ zu beweisen und dem Abkommen beizutreten. Die internationale Gemeinschaft müsse sich sputen, damit der Klimawandel nicht zu schwersten sozialen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Schäden führe.

Mit der Entscheidung Russlands kann das Kyoto-Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase auch ohne die USA in Kraft treten. Für die Umweltorganisation WWF unterstreicht die Zustimmung der Duma den politischen Willen, dem Klimawandel ernsthaft entgegenzutreten. Die Signale müssten auch in den USA verstanden werden. Als größter Verursacher von Treibhausgasen müssten auch die USA möglichst bald zum Kyoto-Prozess zurückfinden.

Auch die Bundestagsfraktionen von SPD und FDP begrüßten die Entscheidung der Duma. Dies sei der Durchbruch für den internationalen Klimaschutz, erklärte die FDP. Nach Ansicht der SPD wird Russland von dem Beitritt zum Kyoto-Protokoll und dem Emissionshandel profitieren.

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