Abkommen unterzeichnet
China und Taiwan kommen sich näher

Seit fast 60 Jahren betrachtet China Taiwan als abtrünnige Provinz. Jetzt scheinen sich die beiden Länder mit der Unterzeichnung von vier bilateralen Abkommen einander anzunähern. Die Regierung in Peking hatte dafür ihren bislang ranghöchsten Gesandten nach Taiwan entsandt.

HB TAIPEH. Bei den Abmachungen geht es um direkte Luft-, Schiffs- und Postverbindungen sowie um Zusammenarbeit bei der Sicherheit von Nahrungsmitteln. Die Unterzeichung der Abkommen gilt als Signal der Entspannung in den Beziehungen zwischen den seit dem Bürgerkrieg in China vor rund 60 Jahren gespaltenen Staaten.

Taiwans Unterhändler Chiang Ping-kun sagte nach der Unterzeichnung der Abkommen am Dienstag, mit Direktflügen über die Meerenge von Taiwan werde die Flugzeit von Taipeh nach Shanghai um gut eine Stunde verkürzt. Mit dem bisherigen Umweg über Hongkong dauert der Flug eine Stunde und 22 Minuten. „Mit den direkteren Flügen können die Fluggesellschaften 40 bis 50 Prozent Treibstoff sparen“, sagte Chiang. Bei den Schiffsverbindungen würden 16 bis 27 Stunden Zeit und 15 bis 30 Prozent der Transportkosten eingespart.

Chinas Taiwan-Chefunterhändler Chen Yunlin will am Donnerstag mit dem neuen taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-jeou zusammentreffen. Präsident Ma, der seit dem vergangenen Mai im Amt ist, sucht eine stärkere Annäherung an China, das Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet. Die kommunistische Führung in Peking hat die angekündigte Politik des neuen Präsidenten begrüßt. Chen nannte die Taiwanesen zum Auftakt seines fünftägigen Besuchs „gute Freunde und Landsleute“.

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