„Abkommen von Edinburgh“
Schotten dürfen über Abspaltung entscheiden

Großbritanniens Premier David Cameron ist strikt gegen die Abspaltung Schottlands vom Königreich. Doch gegen ein Referendum darüber hat er nichts einzuwenden. Eine andere Möglichkeit hat er auch kaum.
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Edinburgh/LondonDer Weg für eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich ist frei. Der britische Premierminister David Cameron und der schottische Ministerpräsident Alex Salmond einigten sich am Montag in Edinburgh auf Eckpunkte des Referendums und unterzeichneten ein Abkommen. Stattfinden soll die Abstimmung im Herbst 2014. Beide Seiten feierten die Einigung als historisch. Schotten ab 16 Jahren sollen wählen dürfen. Jetzt gibt es zahlreiche Details zu klären.

„Ich glaube daran, den Menschen in Schottland Respekt zu zeigen“, sagte Cameron mit Blick auf die Zugeständnisse, die London an die Regionalregierung in Edinburgh macht. So überträgt Westminster den Schotten auf begrenzte Zeit das Recht, ein Referendum durchzuführen. Eigentlich hat Edinburgh keine Verfassungsbefugnisse.

Bei der letzten Wahl zum schottischen Regionalparlament im Mai 2011, das es seit 1999 gibt, hatte Salmonds Schottische Nationalpartei SNP eine Mehrheit der Stimmen bekommen - ihr Kernziel ist die Unabhängigkeit Schottlands. „Wir werden gewinnen, indem wir eine positive Zukunftsvision malen“, sagte Salmond. Von ihm und seiner Partei wurde das Schriftstück denn auch gleich „Abkommen von Edinburgh“ getauft und mit historischen Weihen belegt. „Es macht den Weg für die wichtigste Entscheidung frei, die unser Land Schottland seit vielen hundert Jahren getroffen hat“, sagte Salmond. „In diesem Sinne ist dies ein historischer Tag für Schottland.“

Cameron will das Vereinigte Königreich - den Zusammenschluss aus Schottland, England, Wales und Nordirland - um jeden Preis zusammenhalten. Doch er hat kaum eine Wahl: Stellt er sich gegen die Wählerstimmen, die der SNP ihre Mehrheit gaben, sieht es aus, als nehme er die Schotten nicht ernst. Sein eigenes Wahlergebnis wird gefährdet. So muss er darauf setzen, dass die nördlichsten Briten im Endeffekt seine Botschaft annehmen, dass es ihnen ohne den Verbund sehr viel schlechter gehen würde, sie im Prinzip gar nicht alleine können.

Cameron kündigte an, alles dafür zu tun, dass sich die Schotten für einen Verbleib im Vereinigten Königreich - also dem Verbund von Großbritannien und Nordirland - entscheiden. Dafür werde er auch selber Wahlkampf machen. „Lasst uns die Familie zusammenhalten“, sagte Cameron im Sender BBC. „Schottland wird es im Vereinigten Königreich bessergehen, und dem Vereinigten Königreich wird es mit Schottland bessergehen.“

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  • "diese Meinung teilst Du exklusiv"

    Sie beanspruchen für sich für die Allgemeinheit zu sprechen. Sie wurden wohl noch nie daraufhingewiesen, dass dies symptomatisch für Menschen ist, die keine Argumente haben. Ist bei Politiker sehr beliebt ;)

  • @Marco99

    Erstens, Duzen Sie mich nicht.

    Zweitens, kann irgendeine Ihrer Behauptungen einer empirischen Beweisführung standhalten? haha... Sie sind schon so ein Dampfplauder.

  • Ich bin übrigens halb Franke und halb Preusse (Mutter Kriegsflüchtling) - nur um Missverständnisse zu vermeiden

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