Abrüstung
USA wollen russische Atominspekteure zulassen

US-Außenministerin Hillary Clinton hat Russland bei den laufenden Abrüstungsverhandlungen Inspektionen der amerikanischen Atomanlagen in Aussicht gestellt. Im Gegenzug solle die US-Regierung Einblick in die russischen Arsenale bekommen. Die Vereinbarung soll Teil des neuen Abrüstungsvertrags zwischen den Mächten werden.
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HB MOSKAU. „Wir wollen ein solches Kontrollsystem schaffen“, sagte Clinton während ihres Besuchs in Moskau. Die Vereinbarung darüber soll Teil des neuen Abrüstungsvertrags über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen werden, an dem Moskau und Washington derzeit arbeiten.

Der Abrüstungsvertrag tritt an die Stelle des im Dezember auslaufenden Start-Abkommens, bei dem Experten die mangelnde Kontrolle beklagt hatten. Clinton äußerte die Hoffnung, dass die neue Vereinbarung über die Reduzierung der Atomsprengköpfe und Trägersysteme bis 5. Dezember vorliege. Zugleich lud die Ministerin Kremlchef Dmitri Medwedew ein, im kommenden April an einem von US-Präsident Barack Obama initiierten Gipfel zur atomaren Sicherheit teilzunehmen.

Clinton hielt sich seit Montagabend in Russland auf und wollte am Mittwoch nach einem Besuch in Kasan, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, in die USA zurückfliegen.

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