Abrüstungsvertrag
Russland will Atomwaffen massiv reduzieren

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat im Rahmen des geplanten Abrüstungsvertrags zwischen Moskau und Washington eine radikale Reduzierung atomarer Sprengköpfe angekündigt.
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HB MOSKAU. Das Nachfolgeabkommen für den am 5. Dezember abgelaufenen START-Vertrag zur Verringerung strategischer Offensivwaffen werde auch gegenseitige Waffenkontrollen einschließen. Das sagte Lawrow am Dienstag bei einer Rede vor Studenten in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Der Minister war zuversichtlich, dass der neue Vertrag nach Klärung der letzten Details Anfang 2010 unterzeichnet werden könne.

US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Dmitri Medwedew hatten in der Vorwoche in Kopenhagen erklärt, dass eine Einigung zum Greifen nahe sei. Nach Darstellung von Lawrow ist die rasche Ausarbeitung des neuen Vertrags für Moskau Anlass, "die russisch-amerikanischen Beziehungen künftig mit Optimismus zu sehen". Geplant ist, die Zahl der nuklearen Sprengköpfe auf maximal jeweils 1675 Stück zu senken. Zudem sollen Trägersysteme je auf höchstens 1100 reduziert werden.

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