Abschied von Ein-Kind-Politik
Südchinesen sollen mehr Kinder bekommen

Neue Regeln bei der Familienplanung in Südchina: Die Millionenstadt Guangzhou hat die Ein-Kind-Politik des Landes außer Kraft gesetzt.

HB PEKING. In der Hauptstadt der Provinz Guangdong fürchten die Behörden nach Medienberichten soziale und wirtschaftliche Probleme angesichts einer schnell alternden Bevölkerung.

Paare mit einem Kind seien dazu aufgefordert worden, ein weiteres Kind zu bekommen, teilten die staatlichen Medien mit. Wenn die Alterung der Bevölkerung so fortschreite wie bisher, könne dies negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Sozialversicherungssystem haben, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus einem Bericht der Behörde für Bevölkerung und Familienplanung.

Im Jahr 2010 werden Prognosen zufolge etwa eine Million Menschen über 60 Jahren in Guangzhou leben. Es werde aber nur für 40 000 Menschen Wohnmöglichkeiten in Altersheimen geben. In der Stadt leben derzeit rund 7,7 Millionen Menschen.

China ist mit 1,3 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Wachstum in den Griff zu bekommen, erließen die chinesischen Behörden bereits 1980 strenge Familiengesetze. Demnach dürfen die meisten Paare in Städten nur ein Kind zur Welt bringen.

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