Abschied von Mandela
Südafrika trauert farbenfroh

Selbst der Himmel weint: Die Trauerfeier für Mandela versinkt im Regen. Doch Südafrika feiert seinen Nationalhelden in bunten Farben und mit lauten Stimmen - und das Netz trauert würdevoll mit.
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DüsseldorfSie kamen mit Plakaten, mit Bannern, mit Postern. Bunt, singend, tanzend, klatschend. Ein richtiges Abschiedsfest findet gerade statt im Stadion von Johannesburg. Live dabei sein kann man nicht bloß per Livestream sondern auch über den Kurznachrichtendienst Twitter. Ob kurze Gedanken zu Mandela, Schnappschüsse von den anwesenden Prominenten oder den zahlreichen Staats- und Regierungschefs: Im Netz kann man sich sein eigenes Bild der Trauerfeier für den gefeierten Nationalhelden Nelson Mandela mosaikhaft zusammensetzen.

Noch als das Stadion sich erst langsam füllte, twitterten die ersten Nutzer. So schreibt Cornel van Heerden: „Soccer City. Wer hätte 2010 gedacht, dass wir dieses Stadion für Madiba gebaut haben.“

Madiba bringt die Menschen zusammen. Nicht nur Regierungschefs, die sich sonst wenig zu sagen haben. Sondern vor allem die Menschen, die Mandelas Leben feiern, statt seinen Tod zu beweinen. Ein langes Programm steht an im Stadion wie dieses Bild zeigt:

Und die Südafrikaner feiern ihren Helden und trotzen dem schlechten Wetter:

Auf den Rängen singen sie den Namen Mandelas immer und immer wieder:

Auch Prominente sind gekommen, um sich von Madiba zu verabschieden. U2-Sänger und Charity-Aktivist Bono sitzt neben der Schauspielerin Charlize Theron:

Insgesamt 70 amtierende Staats- und Regierungschefs sind gekommen, dazu zehn ehemalige – Angela Merkel lässt sich entschuldigen. Sie hat sich in der Südafrikanischen Botschaft ins Kondolenzbuch eingetragen, bleibt der Veranstaltung aber fern. Das Handelsblatt kommentierte heute, dass die Kanzlerin in Deutschland den „Stillstand verwalten müsse“. Ihr Regierungssprecher Steffen Seibert findet aber passende Worte zu der Veranstaltung:

Unter den Hashtags #Mandela und #MadibaMemorial rauschen sekündlich Kurznachrichten durchs Netz. Viele Menschen ehren Mandela als großen Staatsmann, Friedensbringer und großen Denker. Die Vielzahl der Nachrichten hat unlängst sogar das Visualisierungs-Team von Twitter inspiriert: Sie haben sich einen eigenen Mandela gebastelt - aus Tausenden Tweets:

huGO-BildID: 30544442 Jonas Jansen Handelsblatt Online 4 / 2013 Quelle: Handelsblatt Online
Jonas Jansen
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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