Absturz eines Kampfjets über Litauen
Nato erlangt angeblich russische Geheimtechnik

Durch den Absturz eines russischen Kampfflugzeugs in Litauen ist laut der baltischen Nachrichtenagentur BNS ein streng geheimes Freund-Feind-Erkennungssystem in die Hände der Nato gefallen. Damit dürfte einem russischen General das Lachen über die indirekt am Vorfall beteiligte deutsche Luftwaffe vergangen sein.

HB VILNIUS. Dies berichtete BNS am Freitag in Vilnius unter Berufung auf eine hochrangige Quelle. Litauische Offizielle wollten auf Anfrage den Fund zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Der russische Kampfjet war am 15. September auf einem Flug in die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad über dem neuen Nato-Mitgliedstaat Litauen abgestürzt. Die russische Seite gab als Grund für das Unglück den Ausfall der Navigationsgeräte an. Der Kampfjet hatte keine Überflugerlaubnis. Pilot Waleri Trojanow konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Er ist in litauischem Gewahrsam.

Das Freund-Feind-Erkennungssystem ermöglicht dem Agenturbericht zufolge russischen Militärpiloten, im Einsatz durch Computerhilfe sofort zwischen feindlichen und nicht-feindlichen Flugobjekten zu unterscheiden. Unter Umständen könnten sich durch das technische Wissen auch andere Flugzeuge als „russisch tarnen“, sagen Experten. Aus Moskau hatte es bislang geheißen, die geheime Freund-Feind-Erkennungstechnik sei bei der abgestürzten Su-27 automatisch zerstört worden. BNS berichtete, das Modul sei lediglich beschädigt.

Eine Untersuchungskommission in Vilnius soll klären, warum das bewaffnete Flugzeug ohne Genehmigung in den Nato-Luftraum eindrang. Die ehemalige Sowjetrepublik trat 2004 der Nato bei. Den Luftraum überwacht zurzeit die deutsche Bundeswehr.

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