Absturz in Mali
Kampfhubschrauber verlor Rotorblätter

Der Absturz des deutschen Kampfhubschraubers in Mali forderte das Leben zweier Bundeswehrsoldaten. Die Ursache ist weiterhin ungeklärt. Bekannt wird nun aber: Der Hubschrauber verlor schon in der Luft seine Rotorblätter.
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BerlinDer in Mali abgestürzte deutsche Kampfhubschrauber hat vor dem Aufprall auf die Erde einem Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums zufolge die Rotorblätter verloren. „Nach bisherigen Erkenntnissen lösten sich, nachdem das Luftfahrzeug in den starken Sinkflug übergegangen war, vor dem Aufschlag Teile (...), darunter die Hauptrotorblätter“, heißt es in einer Mitteilung zum aktuellen Stand der Untersuchungen von Verteidigungsstaatssekretär Markus Grübel an den Wehrausschuss des Bundestags, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Bis zum Absturz sei der Flug unauffällig verlaufen.

Der Hubschrauber des Typs „Tiger“ sei am 26. Juli mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von etwa 550 Metern unterwegs gewesen, als er „plötzlich und für die Besatzung überraschend radikal die Nase senkte und in einen starken Sinkflug überging“, heißt es in dem Schreiben. Nach etwa zehn Sekunden sei der Helikopter auf die Erde geprallt und habe unmittelbar Feuer gefangen. Der Absturz sei nicht zu überleben gewesen. Die detaillierte Auswertung der Daten der beiden Flugrekorder, die nach Deutschland gebracht wurden, dauere an.

„Spekulationen zur Unfallursache entbehren zum jetzigen Zeitpunkt jeder tragfähigen Grundlage“, heißt es in Grübels Schreiben weiter. Die Untersuchungen würden weiter ergebnisoffen geführt. Beim Absturz des Hubschraubers waren beide Soldaten an Bord getötet worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Absturz in Mali: Kampfhubschrauber verlor Rotorblätter"

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  • Zunächst ist der Einsatz in Mali nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. Wir haben dort nichts aber auch Garnichts zu suchen.

    Deutschland ist doch überall führend in der Welt.

    Warum beginnen wir nicht als erstes Land weltweit von unseren Rüstungsgütern zu trennen und nur noch auf Polizei und Grenzschutz zu setzen?

    Warum beginnen wir nicht mit all den in Europa liegenden Staaten Friedensverträge abzuschließen?

    Und warum benötigen wir eine Kriegsministerin die auf Angriff statt Verteidigung steht?

  • Die Schwulen- und Frauenförderung und der Kitaausbau der ehemals gefürchtetsten Armee der Welt scheint der Ministerin wichtiger zu sein, als das Überleben der Soldaten durch hochwertiges Material zu sichern.

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