Abzug der israelischen Armee
Israel und Palästinenser bereiten Stadt-Übergaben vor

Israel und die Palästinenser haben am Sonntag die Basis für die Rückführung mehrerer Städte im Westjordanland unter palästinensische Kontrolle gelegt.

Reuters JERUSALEM. Die Palästinenser-Behörde habe ihr Vorgehen gegen militante Kräfte verstärkt, stellte der israelische Militärgeheimdienst in einem Bericht während der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag fest. Dies hat Israel zur Voraussetzung für den Rückzug seiner Armee gemacht, um sicherzustellen, dass weitere Anschläge auf Israelis verhindert werden. Der palästinensische Informationsminister Nabil Amr sagte, er rechne für Montag mit dem Abzug der israelischen Armee aus Kalkilja und Jericho. In Regierungskreisen auf beiden Seiten hieß es jedoch, es sei noch kein Zeitpunkt festgelegt. Insgesamt ist ein Rückzug aus vier palästinensischen Städten geplant.

„Wir werden (den Rückzug) schrittweise vollziehen - sehr vorsichtig und unter Bedingungen: dass gegen die gesuchten (Palästinenser) vorgegangen wird und etwas gegen die Terror-Infrastruktur getan wird, und unter der Voraussetzung, dass es keine Anschläge gibt“, sagte der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas vor Journalisten. Der Chef des militärischen Geheimdienstes, Aharon Seewi-Farkasch, sagte einem hochrangigen Regierungsvertreter zufolge dem Kabinett, dass die Palästinenser „in den vergangenen 48 Stunden Anstrengungen unternommen haben, Anschläge zu verhindern oder ihnen vorzubeugen.“

Regierungskreisen beider Seiten zufolge diskutieren die Konfliktparteien derzeit eine Lösung, bei der die von Israel gesuchten Militanten nach dem Abzug der Armee von den Palästinensern unter ständiger Beobachtung gehalten werden. „Wenn sie schon nicht hinter Gittern sind, wollen wir wenigstens immer wissen, wo sie stecken“, sagte ein hochrangiger israelischer Vertreter. Der Palästinenser-Behörde geht es vor allem darum, dass die Militanten unter ihrer Fuchtel bleiben und nicht im direkten Zugriff der Israelis sind.

Israel hat auch nach der Ausrufung eines Waffenstillstands durch die gewalttätigen Gruppen einzelne Anführer gezielt getötet, zuletzt einen hochrangigen Vertreter der Gruppe Islamischer Dschihad. Damit sei ein großer Selbstmordanschlag verhindert worden, sagte Israel. Die Gruppen haben Israel mit Rache gedroht. In der vergangenen Woche wurden bei zwei palästinensischen Selbstmordattentaten zwei Israelis getötet.

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