Acht Iraker bei Granatangriff getötet
Uno zieht Mitarbeiter aus dem Irak ab

Wegen der angespannten Sicherheitslage im Iral haben die Vereinten Nation am Freitag weitere Mitarbeiter aus dem Land abgezogen. In bagdad sagte eine Uno-Sprecherin, dies werde die laufenden Hilfsprogarmme nict beeinträchtigen.

HB BAGDAD. In der Stadt Bakuba kamen US-Angaben zufolge bei einem Granatenangriff auf einen Markt acht Iraker ums Leben. In der Stadt Kirkuk seien bei einem Angriff auf US-Truppen ein Soldat getötet und zwei weitere verletzt worden. In Bagdad erwiesen Diplomaten und führende irakische Politiker der am Vortag an den Folgen eines Anschlags gestorbenen irakischen Politikerin Akila el Haschemi die letzte Ehre.

Sowohl der Abzug von Uno-Mitarbeitern als auch die neuen Gewalttaten dürften die Bemühungen der USA erschweren, eine in der Bevölkerung akzeptierte Regierung zu installieren und mehr internationale Hilfe beim Wiederaufbau des Landes zu erhalten. Am Donnerstag hatte die Uno erklärt, in den kommenden Tagen werde ein Drittel der 42 noch verbliebenen ausländischen Uno-Mitarbeiter Bagdad verlassen. In Uno-Kreisen hieß es, US-Außenminister Colin Powell habe sich gegen einen kompletten Abzug ausländischer Uno-Mitarbeiter eingesetzt, wie er von Beratern Annans empfohlen worden sei.

Trauerfeier für Haschemi

„Es hat zwei Anschläge gegeben, und wir können nicht wie bisher weiter machen“, sagte Uno-Sprecherin Veronique Taveau. Dennoch ziehe sich die Uno nicht aus dem Irak zurück. Der Abzug werde die Hilfsprogramme nicht beeinträchtigen. Vor einem Monat war der Uno-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello, bei einem Anschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad zusammen mit 21 weiteren Menschen getötet worden. Am vergangenen Montag hatte ein Selbstmordattentäter in der Nähe des Uno-Gebäudes einen Wachmann mit in den Tod gerissen. Mit dem Anschlag in Kirkuk am Freitag stieg die Zahl der seit Anfang Mai getöteten US-Soldaten auf 80.

Bei der Trauerfeier für das getötete Mitglied des von den USA eingesetzten Regierendes Rates, Haschemi, versicherten ihre Kollegen, ihr Tod werde die Entschlossenheit des Rates nicht brechen. „Diejenigen die geglaubt haben, der Tod von Dr. Akila werde den Marsch zu den Anfängen von Demokratie und Freiheit stören, werden enttäuscht werden“, sagte Ratsmitglied Ijad Allaui. Haschemi war am Donnerstag fünf Tage dem Anschlag auf sie ihren Schussverletzungen erlegen.

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