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Ägypten: Brandsätze und Schüsse in Kairo

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo campieren die Menschen, um gegen Präsident Mursi und sein geplantes Verfassungsreferendum zu demonstrieren. Es kommt zu neuer Gewalt. Unbekannte schießen auf die Demonstranten.

KairoIm Vorfeld geplanter Massenkundgebungen von Anhängern und Gegnern des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat ein Angriff auf Demonstranten die Spannungen im Land verschärft. Vermummte Bewaffnete hätten in der Nacht auf Dienstag Regierungsgegner auf dem Kairoer Tahrir-Platz angegriffen, die dort seit Wochen einen Sitzstreik abhielten, verlautete aus Sicherheitskreisen. Die Angreifer hätten Messer und Stöcke bei sich getragen und die Protestierenden mit Schrotmunition beschossen. Dabei seien mindestens elf Demonstranten verletzt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur MENA unter Berufung auf einen Sprecher des Gesundheitsministeriums.

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Der britische Sender BBC hatte zuvor unter Berufung auf Augenzeugen gemeldet, das Lager der Opposition auf dem Tahrir-Platz sei auch mit Brandsätzen angegriffen worden. Wer hinter dem Angriff steckte, war nach Angaben von Sicherheitsbeamten zunächst unklar.

Wenige Stunden nach dem Angriff versammelten sich Tausende Anhänger und Gegner Mursis zu Massenprotesten in der Hauptstadt Kairo. Hintergrund der Kundgebungen ist das geplante Referendum über einen umstrittenen Verfassungsentwurf, der weitgehend von den Islamisten ausgearbeitet wurde. Der Verfassungsentwurf hat die Nation tief gespalten und einige der schwersten Auseinandersetzungen seit dem Amtsantritt Mursis im Juni ausgelöst.

Ägypten

Neben Kairo waren am Dienstag auch in anderen Gegenden des Landes Proteste geplant, unter anderem in den Hafenstädten Alexandria und Suez. In Kairo kampierten am Dienstag mehrere hundert Islamisten vor einem Mediengebäude, in dem Redaktionsräume mehrerer Fernsehsender untergebracht sind, die Mursi und der islamistischen Muslimbruderschaft kritisch gegenüberstehen. Die islamistischen Demonstranten drohten damit, die Einrichtung zu stürmen.

  • 11.12.2012, 09:03 UhrFreiheit

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