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Ägypten: Mubarak will sein Land brennen sehen

Während auch die Nacht über die Zusammenstöße zwischen Regierungsgegnern und mit Brandsätzenden angreifenden Anhängern des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak weitergehen, sucht die Opposition nach dem richtigen Weg. Es geht um die klassische Lenin-Frage: Was tun? Mubarak hat seine Antwort darauf schon gefunden - er wird immer mehr zum Kaiser Nero Ägyptens.

Ein Baum in Ägypten brennt. Quelle: DAPD
Ein Baum in Ägypten brennt. Quelle: DAPD

KAIRO. Beißende schwarze Rauchwolken steigen noch in der Nacht aus den Seitenstraßen des Tahrir-Platz in den Himmel. Offiziell ist Ausgangssperre, doch Anhänger des ägyptischen Despoten Husni Mubarak schleudern immer neue Brandsätze auf die friedlich im Stadtzentrum Demonstrierenden. Deren Reihen haben sich merklich gelichtet. Nicht nur wegen der Angst vor den Schlägertrupps des Regimes. Von ihnen stellt sich immer mehr heraus, dass es zu einem großen Teil von der Geheimpolizei mit jeweils 50 ägyptischen Pfund (umgerechnet 6,30 Euro) bezahlte und zuvor aus Gefängnissen entlassene Straftäter sowie Angehörige der Staatssicherheit in Zivil sind.

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Mit Steinen, Stahlrohren und Molotow-Cocktails haben die Anhänger Mubaraks Demonstranten rücksichtslos angegriffen, von Dächern rund um den Tahrir-Platz am weltberühmten Ägyptischen Museum Stühle, Tische und Blumenkästen auf die dort versammelten Oppositionellen geworfen.

Vier Menschen seien auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt erschossen worden, berichtet der Sender Al Arabiya TV am Morgen. Mindestens 13 Menschen wurden demnach verletzt. Anhänger des angeschlagenen Präsidenten Husni Mubarak feuerten nach Berichten von Augenzeugen auf Regierungsgegner.

Dem TV-Bericht zufolge setzte die ägyptische Armee kurze Zeit später Fahrzeuge auf der Seite der Demonstranten ein. Es soll auch Festnahmen gegeben haben. Bei den Straßenschlachten in Kairo waren am Mittwoch offiziellen Angaben zufolge mehr als 600 Menschen verletzt worden. Ein Soldat kam den Angaben nach ums Leben.

  • 03.02.2011, 13:40 UhrAnonymer Benutzer: Ipu-Wer

    Die humanistische bildung war zu Mubaraks Jungend noch nicht so stark in Ägypten ausgeprägt. Er hat sie wohl auch nicht nachgeholt. Er ist 82, kann nur noch verlieren, nichts mehr gwinnen. Das weiss er und handelt seiner Mentalität entsprechend. Was ist daran überaschend?

  • 03.02.2011, 11:40 UhrAnonymer Benutzer: Lucas Sünder

    Morchel, "was tun" / "wie weiter"? Wenn man selber in Freiheit lebt, sieht man nicht den Wert, moralischer Unterstüzung, Worte der Solidarität, die die Angst nehmen, und die einem selbst im hintersten Kerkerloch Hoffnung geben. beistand in der Not gewährleistet, dass man als glaubwürdiger Partner und berater anerkannt wird.

  • 03.02.2011, 11:31 UhrAnonymer Benutzer: Lucas Sünder

    Jörg, Danke für diesen Aspekt. Möglicherweise zeigt sich hier eine neue Greater Middle East Strategy: die Kapazitäten des US Militär sind überzogen, die fiskalen Ressourcen "maxed out". Um die junge Demographie der Region auf einem antitotalitären Kurs zu halten, bedarf es smarterer Ansätze als bisher.

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