Ärzte beobachten Entwicklung mit größter Sorge
Überlebenschancen für Präsident Klestil schwinden

Der Zustand des österreichischen Präsidenten hat sich am Dienstag deutlich verschlechtert. „Es ist so, dass eine Vielzahl von Organen,wie Herz, Lunge, Leber und Niere aussetzt beziehungsweise in ihrer Funktion deutlich eingeschränkt ist“, sagte der behandelnde Arzt Christoph Zielinski.

HB WIEN. Für das Überleben von Österreichs Präsident Thomas Klestil besteht seinen Ärzten zufolge nur wenig Hoffnung.



Der Zustand des 71-Jährigen verschlechterte sich am Dienstag deutlich. „Die Überlebenschancen schwinden“, sagte der Leiter von Klestils Ärzteteam, Christoph Zielinski, am Dienstag vor Journalisten. Die Lage sei sehr ernst. „Man muss sagen, dass die Hoffnung eine sehr eingeschränkte und sehr zurückgenommene ist“, sagte Zielinski.

Die Mediziner stellten nach zweifachem Herzversagen eine zunehmende Verschlechterung der Funktion lebenswichtiger Organe fest. „Es ist so, dass eine Vielzahl von Organen aussetzt beziehungsweise in ihrer Funktion deutlich eingeschränkt ist“, sagte Zielinski. Er nannte Herz, Leber, Niere und Lunge. Der Zustand des Präsidenten sei weiter nicht stabil. „Wir beobachten die Entwicklung mit größter Sorge“, sagte Zielinski.

Klestil war am Montag in seiner Wiener Villa nach einem Herzstillstand zusammengebrochen. Er konnte von einem Leibwächter wiederbelebt werden und wurde mit einem Hubschrauber in das Allgemeine Krankenhaus, die größte Wiener Klinik, geflogen. Dort setzte sein Herz ein zweites Mal aus. Klestil, der das Bewusstsein nicht wiedererlangte, befindet sich in einem künstlichen Tiefschlaf und wird künstlich beatmet. Mögliche Auswirkungen des Herzstillstands auf das Gehirn, das wegen des Mangels an Sauerstoff Schaden genommen haben könnte, ließen sich vorläufig nicht abschätzen, sagten die Ärzte.

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