Affäre um Strauss-Kahn
Air France widerspricht Bericht über Probleme mit Strauss-Kahn

Um Stewardessen vor den Belästigungen von Dominique Strauss-Kahn zu beschützen, soll Air France laut Medienbericht nur noch männliche Flugbegleiter eingesetzt haben. Dem hat die Fluggesellschaft jetzt widersprochen.
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ParisDie französische Fluggesellschaft Air France hat einem Pressebericht widersprochen, nach dem der unter Vergewaltigungsverdacht stehende ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gewohnheitsmäßig Stewardessen belästigt haben soll. In einem förmlichen Dementi wies Air France am Donnerstag die Behauptung zurück, das Unternehmen habe deshalb bei Flügen mit Strauss-Kahn nur noch männliche Flugbegleiter in der Ersten Klasse eingesetzt. Die französische Tageszeitung "Le Parisien" hatte zuvor unter Berufung auf einen anonymen Brief berichtet, der Luftfahrtgesellschaft lägen «einige hundert Beschwerden von Kunden, Mitarbeitern, Besatzungsmitgliedern» gegen den Franzosen vor, der in den USA ein Zimmermädchen sexuell angegriffen haben soll.

In dem am 17. Juli abgestempelten Brief aus Kanada an die Anwälte des Zimmermädchens steht laut "Parisien", Air France sei schon vor dem Skandal im Mai dazu übergegangen, die Flugbegleiterinnen von Strauss-Kahn fernzuhalten und nur noch männliche Stewards im First-Class-Bereich einzusetzen, "wenn dieser Kunde mitfliegt". Die für das Zimmermädchen tätigen US-Rechtsanwälte Kenneth Thompson und Douglas Wigdor suchen der Zeitung zufolge unter den Flugbegleiterinnen der Air France nach Zeugen, die sich von Strauss-Kahn "gestört, belästigt oder angegriffen» gefühlt hätten - mindestens zwei Aussagen lägen den Anwälten bereits vor. Für eine Nachfrage waren die Rechtsanwälte zunächst nicht zu erreichen.

Gewerkschaftsvertreter wiesen den Bericht zurück. Zwar habe es in verschiedenen Interneteinträgen von Air-France-Stewardessen "Gerüchte" gegeben, sagte der Vorsitzende einer Gewerkschaft, der nicht namentlich genannt werden wollte. Es sei aber niemals eine Anzeige erstattet worden. Auch die Gewerkschaften SNPNC, UNSA und CGT erklärten, ihnen sei kein unangemessenes Verhalten seitens Strauss-Kahn bekannt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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