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Affären bremsen Ex-Staatschef: Kick it like Sarko

Eigentlich wollte Nicolas Sarkozy nach dem Abschied aus dem Elyseé endlich richtig Geld verdienen. Doch bislang wurde er weder Spitzenanwalt noch Superinvestor - sondern muss sich mit alten und neuen Affären abplagen.

Nicolas Sarkozy mit Carla Bruni Sarkozy auf dem Weg ins Restaurant. Quelle: AFP
Nicolas Sarkozy mit Carla Bruni Sarkozy auf dem Weg ins Restaurant. Quelle: AFP

ParisDas hat ihm noch gefehlt: Nicolas Sarkozy, vor neun Monaten abgewählter Staatspräsident Frankreichs, wird mit der Affäre um die angeblich vom Scheichtum Katar gekaufte Fußballweltmeisterschaft 2022 in Verbindung gebracht. „Qatargate“ nennt man den Skandal schon in Paris. Stimmen die ausgesprochen detaillierten Informationen des Fachblattes France Football, steckt Sarko bis über beide Ohren in der schmutzigen Geschichte drin.

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Seit Monaten fragt man sich, was aus Sarkozys Karriere nach dem Abschied von der aktiven Politik wird. Seine Frau Carla Bruni hat den Abschied von den Höhen der Macht verarbeitet, aber er? Carla hat wieder zur Gitarre gegriffen und ein neues Album vorgelegt. Im April soll schon das nächste folgen. Da besingt sie auch ihren Mann, wie schon jetzt zu erfahren ist.

Wohl weil er sich leichter reimen lässt, verpasst sie Nicolas einen anderen Vornamen: „Mein Raymond ist schwer in Ordnung, ein zuverlässiger Wert, er zögert nicht, den Rubikon zu überschreiten“.

Zum Glück müssen wir hier keine Stilkritik schreiben. Tatsache ist jedenfalls: Carla produziert, aber was macht er? Dabei hatte Sarkozy noch als Präsident seinen Mitarbeitern anvertraut, er freue sich auf das Leben nach der Politik, dann gehe es erst richtig los. Keine öden Parteiveranstaltungen mehr, sondern das große Geld.

Präsidentengattinnen Von „Tante Yvonne“ zu „La Bruni“

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Doch bislang haben sich alle Projekte, mit denen er in Verbindung gebracht wurde, als Hirngespinste entpuppt. Sarko hat weder bei einem Großkonzern noch in einer internationalen Anwaltskanzlei angeheuert. Zu Gazprom hat es ihn auch nicht gezogen, obwohl er da Gerd Schröder wiedergetroffen hätte, der ihm im Wahlkampf geholfen hat.

Auch das jüngste Gerücht, er verlasse Frankreich und gründe in London einen eigenen Fonds, wurde dementiert. Worauf wartet er in seinem großzügigen Büro am Boulevard Malesherbes im 8.Arondissement von Paris?

Nicolas Sarkozy Der Präsident, der nicht stillstehen konnte

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Des Rätsels Lösung ist vielleicht einfacher, als man denkt: Sarkozy hat alle Hände voll zu tun, sich selbst zu verteidigen und nicht den Überblick über die diversen Affären zu verlieren, in die er verstrickt ist.

Die wichtigste und wohl gefährlichste dreht sich um angebliche illegale Wahlkampffinanzierung durch die l’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt. Sarkozy habe die Milliardärin Anfang 2007 aufgesucht und um Geld gebettelt, haben frühere Angestellte der Dame ausgesagt. Bei Besuchen in ihrem Anwesen soll sie ihm später Briefumschläge mit einem Haufen Bargeld in die Hand gedrückt haben.

Die Sache hat Sarkozy bislang nicht nur mehrere Verhöre durch den Untersuchungsrichter, sondern im vergangenen Juli auch eine Durchsuchung der Privatwohnung und seines Büros eingetragen.

  • 31.01.2013, 14:26 UhrEuropalied

    Ein Europalied:
    Stromae und Arno

    http://www.youtube.com/watch?v=gWUBVYpHWfs

  • 31.01.2013, 14:25 UhrHumanistischeBildung

    Herr Hanke, vielleicht sollten Sie doch noch einmal nachschlagen, was der Ausdruck "den Rubicon überschreiten" wirklich bedeutet. hier ist die Verwendung völlig fehl am Platz

  • 31.01.2013, 14:08 UhrFDP_Lied

    Danke für die Vorwarnung!

    Aber es gibt auch Klasse französischsingende Musiker:

    On est moche, mais on s'amuse!!
    En douceur....

    http://www.youtube.com/watch?v=OwzWDuK1Hfk



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