Afghanistan
24 Tote bei Selbstmordanschlägen

Zwei Selbstmordattentäter haben in der normalerweise friedlichen Stadt Herat im Westen Afghanistans am Dienstag elf Menschen mit in den Tod gerissen.
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Herat/Kabul Unter den Toten seien acht Zivilisten und drei Polizisten, sagte ein Sprecher des Provinz-Gouverneurs. Die beiden Attentäter, von denen einer eine Burka getragen habe, hätten auf der Straße zum Flughafen ein mit Sprengstoff gefülltes Auto zur Explosion gebracht. 23 Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden. Der Westen Afghanistans nahe der iranischen Grenze gilt normalerweise als weitgehend friedlich. In der umkämpften Provinz Helmand im Süden des Landes wurden acht Polizisten getötet, als drei Selbstmordattentäter den Sitz des Gouverneurs des Distrikts Musa Kala angriffen.

Die Nato erwartet trotz der vermehrten Anschläge in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben keine Neuauflage der massiven Frühjahrsoffensive der Taliban im vergangenen Jahr. „Die Aufständischen konzentrieren ihre Angriffe auf einzelne Posten, kleine Gruppen und militärische Außenposten“, sagte der deutsche General und Isaf-Sprecher Carsten Jacobson Reuters. Es gebe keine Hinweise auf ein geschlossenes Vorgehen der Taliban im ganzen Land. Im vergangenen Jahr hatten die Taliban die „Operation Badr“ gestartet, schwer bewachte Stützpunkte der afghanischen und der ausländischen Sicherheitskräfte angegriffen und den Leiter des Friedensrates ermordet. Die Operation war nach einem berühmten Sieg des Propheten Mohammed im siebten Jahrhundert benannt. Traditionell nimmt die Gewalt am Hindukusch in den heißen Sommermonaten stark zu, während die Angriffe in der kalten Jahreszeit zurückgehen.

Bei dem Anschlag in Helmand erschossen die afghanischen Sicherheitskräfte zwei der drei Angreifer. Dem dritten sei es jedoch gelungen, seinen Sprengsatz zu zünden, sagte Dawud Ahmadi, der Sprecher des Provinz-Gouverneurs. Die Taliban bekannten sich zu der Attacke.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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