Afghanistan
Amerikaner rechnen mit mehr Al-Kaida-Anschlägen

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass das Terrornetzwerk Al Kaida seine Aktivitäten in Afghanistan möglicherweise verstärkt.

HB KABUL. Die Truppen seien besorgt, noch gebe es aber keine Beweise für eine Zunahme der Al-Kaida-Aktivitäten, sagte ein Gewährsmann in Washington am Montag. US-Verteidigungsminister Robert Gates, der zu seinem dritten Besuch in Afghanistan eintraf, erklärte, dort habe die Gewalt in den vergangenen zwei bis drei Jahren ständig zugenommen.

Aus Kreisen der Streitkräfte verlautete zudem, die Taliban erhielten wieder verstärkt Zulauf. Unterstützt würden sie möglicherweise von Extremisten aus Pakistan und anderen Ländern der Region. Außerdem verfügten die Aufständischen über mehr finanzielle Möglichkeiten. In den USA werde daher erwogen, Stämme in Afghanistan mit Waffen auszustatten, ähnlich wie dies im Irak geschehen sei.

Im Südwesten Afghanistans verübte ein Selbstmordattentäter am Montag einen Anschlag auf eine Polizeipatrouille und riss vier Menschen in den Tod. Unter den Opfern in der Provinz Nimros waren laut Behördenangaben zwei Polizisten. Der Gewalt Aufständischer sind nach afghanischen und westlichen Angaben seit Jahresbeginn fast 6.200 Menschen zum Opfer gefallen, so viele wie nie zuvor seit der US-geführten Invasion im Jahr 2001.

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