Afghanistan
Angriff auf Isaf-Konvoi in Kundus

Ein Selbstmordattentäter hat am Montag in Kundus einen Konvoi der internationalen Schutztruppe Isaf und der afghanischen Armee angegriffen. Bei Bombenanschlägen im Irak gab es viele Tote.

HB KUNDUS/BAGDAD/BERLIN. Ziel des Anschlags in Kundus waren nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin belgische Soldaten, von denen aber niemand verletzt wurde. Angehörige der Bundeswehr seien nicht betroffen. Zunächst hatte es von afghanischer Seite geheißen, bei den angegriffenen Isaf-Soldaten habe es sich um Deutsche gehandelt.

Nach Angaben des Einsatzführungskommandos sprengte sich der Selbstmordattentäter, der mit einem Auto unterwegs war, in Höhe der Patrouille in die Luft. Die belgischen Soldaten gehörten zum Wiederaufbauteam in Kundus und benutzen das gleiche Feldlager wie die Bundeswehr.

Bei Gefechten nahe Kundus war erst am Freitag ein deutscher Soldat verwundet worden. Die Region ist mit Abstand der gefährlichste Einsatzort der Bundeswehr in Afghanistan. Zuletzt hatten Aufständische die deutschen Truppen dort immer wieder in Hinterhalte gelockt und in stundenlange Gefechte verwickelt. Ende Juni starben in der Region drei deutsche Soldaten, als ihr Panzer während eines Gefechts in einen Wasserlauf stürzte. Seit Beginn des Einsatzes am Hindukusch Anfang 2002 haben dort insgesamt 35 Bundeswehr-Soldaten ihr Leben verloren.

Im Irak hat eine Serie von Bombenanschlägen am Montag mindestens 40 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 200 Menschen wurden teils schwer verletzt. In der Nähe der nordirakischen Stadt Mossul rissen zwei mit Sprengstoff beladene Lastwagen mindestens 23 Menschen in den Tod. In einer Siedlung schiitischer Bewohner in Khasna, östlich von Mossul, brachten die Täter die Laster am Morgen nach Polizeiangaben nahezu gleichzeitig zur Explosion. Mindestens 128 Menschen wurden nach Angaben von Ermittlern und Rettungsdiensten verletzt. Auch die irakische Hauptstadt Bagdad war am Montag Ziel von mehreren Bombenanschlägen. In drei verschiedenen Stadtteilen wurden nach Angaben der Behörden mindestens 17 Bewohner getötet und mehr als 80 verletzt.

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