Afghanistan
Anschlag in bei Ausländern beliebtem Viertel in Kabul

Das Kabuler Viertel Taimani in Afghanistan gilt als Treffpunkt für Ausländer, NGO-Mitarbeiter und die Elite des Landes. Nun hat es dort offenbar einen Selbstmordanschlag gegeben. Anwohner berichten von Schusswechseln.

KabulIn der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich in einem bei Ausländern und der Elite des Landes beliebten Restaurant nach Polizeiangaben eine schwere Explosion ereignet. Das „Le Jardin“ im Stadtviertel Taimani gehört dem ehemaligen Protokollchef des Präsidentenpalastes. Mit mehreren Stahltoren und Sicherheitsschleusen gilt es als sehr gut gesichert.

Der Sprecher des Innenministeriums, Sidik Siddiki, wollte zunächst nicht bestätigen, dass sich die Detonation dort ereignete. Er sprach von einem Selbstmordanschlag in Taimani. „Die Details kommen jetzt erst rein. Wir wissen noch nicht, ob es sich um eine Autobombe handelt, um einen Angriff mit mehreren Tätern oder um einen Einzeltäter.“ Die Polizei sei im Einsatz.

Der afghanische Sender Tolo TV berichtete, Häuser in der Nachbarschaft seien beschädigt worden. Verletzte würden ins Krankenhaus gebracht. Ein dpa-Mitarbeiter bestätigte, dass die betreffende Straße von der Polizei abgeriegelt wurde. Anwohner berichten von Schusswechseln.

Taimani ist eine zentrale Wohngegend für ausländische Mitarbeiter von NGOs, Medien und Firmen. Die Gegend ist beliebt, weil sich dort auch viele Restaurants befinden. Die Taliban hatten erst vor zwei Wochen in Kabul die spanische Botschaft gestürmt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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