Afghanistan
Bundeswehr-Soldat bei Anschlag verletzt

Erneut ist auf das deutsche Bundeswehr-Kontingent in Afghanistan ein Anschlag verübt worden: In Kundus im Norden des Landes detonierte ein Sprengsatz, als zwei Bundeswehr-Fahrzeuge am Markt anhielten. Ein Afghane starb, mindestens ein Soldat wurde verletzt.

HB KABUL. Nach Angaben des Sicherheitschefs der Provinz Kundus, Mutalib Big, wurde ein 13 Jahre alter einheimischer Junge getötet. Zwölf afghanische Zivilisten seien verletzt worden. Ob ein oder zwei deutsche Soldaten verletzt wurden, blieb zunächst unklar.

Big sagte, augenscheinlich seien die deutschen Soldaten das Ziel des Anschlags gewesen. Die Bombe sei an einem Fahrrad befestigt gewesen. Bislang sei es im Zusammenhang mit dem Anschlag nicht zu Festnahmen gekommen. Die Bundeswehr hat mehr als 2000 Soldaten in Afghanistan stationiert, die meisten davon in der Hauptstadt Kabul.

Nach Darstellung des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Geltow bei Potsdam waren drei Bundeswehrfahrzeuge im Zentrum von Kundus abgestellt. Eine Person habe ein Fahrrad, auf dem ein Sprengsatz befestigt war, auf die Fahrzeuge geschoben. Dabei seien der deutsche Soldat und der Jugendliche verletzt worden. Deutsche Soldaten hätten den jungen Mann ins Krankenhaus gebracht, wo er gestorben sei.

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