Afghanistan
Deutscher Nato-General fordert mehr Truppen

Der deutsche Nato-General Karl-Heinz Lather fordert die Bereitstellung von zwei zusätzlichen Manövereinheiten für Nordafghanistan. Lather begründet seine Forderung auch damit, dass der deutsche Oberst Georg Klein vor seiner Entscheidung für den umstrittenen Luftangriff bei Kundus zu wenig Soldaten zur Verfügung hatte.
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HB MONS. "Wir brauchen bei der politischen Festlegung, in Berlin und Paris im Wesentlichen, eine Entscheidung in der Folge der Afghanistankonferenz und dann eine Entscheidung des Bundestags, ob das deutsche Mandat aufgestockt wird", sagte der Stabschef im militärischen Hauptquartier am Montag in Mons.

Aus der Sicht der Nato-Militärspitze sei "die Größenordnung zwei Manövereinheiten nötig", sagte Lather. Die Größenordnung der Truppenverstärkung könnte damit etwa zwei Bataillone ausmachen, die normalerweise mindestens je 200 Soldaten umfassen, aber auch bis zu 1 500 Mann stark sein können. Dies sei erforderlich, damit "der Kommandeur vor Ort sein Aufgabe effizienter wahrnehmen könne und nicht sofort in Not komme, weil er die nötigen Kräfte nicht habe, sagte Lather.

Auf die Frage, ob der deutsche Oberst Georg Klein vor seiner Entscheidung für den tödlichen Luftangriff bei Kundus zu wenig Soldaten zur Verfügung hatte, sagte Lather: "Nach allem, was ich weiß, ja." Weiter sagte er auf Nachfrage, "ich denke, das war ein militärisch legitimes Ziel, wenn sie annehmen, dass wir uns in kriegsähnlichen Zuständen befinden".

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