Afghanistan-Einsatz
Jung stößt neue Strategiedebatte in Nato an

Deutschland fordert eine Neuausrichtung der Nato-Strategie in Afghanistan. Das Bündnis solle einen Aktionsplan vorlegen, der den Militäreinsatz und seine Ziele für die nächsten Jahre definiert, heißt es in einem Diskussionspapier, das Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung beim Nato-Treffen in Noordwijk (Niederlande) vorlegte.

NOORDWIJK. Die Nato müsse auch Kriterien nennen, anhand derer „Erfolg (oder Scheitern) definiert und gemessen werden könne“, heißt es in dem Papier, das dem Handelsblatt vorliegt. Der Plan soll bereits beim nächsten Nato-Gipfel Anfang April in Bukarest stehen. Jungs Initiative sei auf „große Zustimmung“ gestoßen“, sagte ein Teilnehmer in Noordwijk.

Es gehe darum, das beim letzten Gipfel in Riga vor einem Jahr entwickelte Konzept der „vernetzten Sicherheit“ besser umzusetzen, heißt es in dem Papier. Angesichts der „schwierigen Lage“ in Afghanistan ergreife die Nato zwar immer mehr Initiativen. Vor allem die zivilen Beiträge zum Wiederaufbau seien jedoch nur ungenügend in die Nato-Strategie integriert. Auch die Ziele bei der Ausbildung der afghanischen Armee, beim Kampf gegen den Drogenanbau und bei der Entwaffnung der afghanischen Warlords müssten besser definiert werden. Oberste Maxime müsse es sein, „den afghanischen Menschen in ihren Bemühungen zu helfen, eine selbsttragende Sicherheit zu erreichen.“

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