Afghanistan
Extremisten greifen US-Konsulat an

Taliban-Kämpfer haben eine Autobombe in der Nähe des US-Konsulats in der westafghanischen Stadt Herat gezündet und sich ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften geliefert. Mehrere Menschen kamen ums Leben.
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KabulBei einem Taliban-Angriff in der Nähe des US-Konsulats in der westafghanischen Stadt Herat sind am Freitag elf Menschen getötet worden. Nach Angaben des US-Außenministeriums befanden sich drei Sicherheitskräfte und ein Dolmetscher unter den Toten. Sieben der Angreifer, darunter zwei Selbstmordattentäter, die mit sprengstoffbeladenen Autos auf das Konsulat zugerast waren, seien ebenfalls getötet worden, hieß es von der afghanischen Polizei. Mindestens 17 Menschen wurden verletzt.

Die US-Botschaft in Kabul teilte mit, alle Konsulatsmitarbeiter seien in Sicherheit. Den Angreifern sei es nicht gelungen, in das Gelände einzudringen. Ein Sprecher der Taliban, Kari Jussef Ahmadi, übernahm im Namen seiner Gruppe die Verantwortung für den Angriff.

Wie das US-Außenministerium mitteilte, fuhr am Freitagmorgen ein Lkw vor das Eingangstor der Einrichtung. Aus dem Lastwagen sprangen demnach mehrere Angreifer, die mit Panzerfäusten und Sturmgewehren bewaffnet gewesen sein sollen. Anschließend habe es ein Feuergefecht zwischen den Extremisten und Sicherheitskräften gegeben. Kurz darauf sei der mit Sprengstoff beladene Lkw explodiert.

Nach Angaben des Gouverneurs der gleichnamigen Provinz, Sajed Faslullah Wahidi, wurde die Autobombe am Morgen 60 Meter von dem US-Konsulat entfernt gezündet. Bewaffnete hätten das Feuer auf Sicherheitskräfte in dem Gebiet eröffnet. Nach einer Stunde sei die Lage unter Kontrolle gewesen, sagte Polizeichef Rahmatulah Safi.

Herat nahe der Grenze zum Iran gilt als eine der stabileren Städte Afghanistans. Seit zwölf Jahren kämpfen die radikalislamischen Taliban in dem Land gegen die US-geführten internationalen Truppen und gegen die Zentralregierung in Kabul.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Na sowas aber auch. Man will doch so gerne mit Taliban verhandeln, die sind doch so nett und sollen doch mit in die Regierung.
    Das waren doch die letzten Aussagen, wenn der Westen abzieht.
    Wo die Amis Kriege angezettel haben, hinterlassen sie nur Chaos.
    Wann begreift eigentlich die restliche westliche Welt das?

  • @neusprech

    Also, das ist doch ganz einfach. In Afghanistan ist Al-Kaida - dort von der Systempresse gemeinhin Taliban genannt "unser" Todfeind. "Wir" führen schließlich einen Krieg gegen den Terror!! (deshalb wurde der Natofall 2001 ausgerufen und ist noch heute aktiv).

    In Syrien hingegen sind Al-Kaida, dort "Rebellen" genannt, unsere Freunde, man könnte "Obama bin President" als Al-Kaida-Chef bezeichnen auch wenn die Finanzierung der "Rebellen" letztlich seine Freunde, die Saudis und Kataris übernommen haben. Und da sie unsere Freunde sind, bemüht sich der President ihnen seine amerikanische Luftwaffe zur Verfügung zu stellen.

    Leider hat dieser schlimme Putin seine löblichen Kriegsbemühungen völlig unterlaufen - und all die schönen Giftgas-False-Flags von Obamas Al-Kaida-Freunden sind womöglich umsonst!

    Aber es ist Abhilfe möglich! Wir alle können ihm dabei helfen, endlich den 3. Weltkrieg auszulösen. Hier ein Video mit Spendenkonto:

    http://globaleconomicanalysis.blogspot.de/2013/09/help-obama-kickstart-world-war-iii-he.html

    Gib Frieden keine Chance!

  • Es ist erfreulich, dass der Kampf der afghanischen Bevölkerung gegen die imperialistischen Besatzer unvermindert anhält.
    Ich bin sicher, dass Afghanistan eines Tages davon befreit sein wird und wünsche der dortigen Bevölkerung weiterhin viel Erfolg.

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