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Afghanistan: Frankreich beschleunigt Truppenabzug aus Afghanistan

Nach einem tödlichen Angriff letzte Woche führt Frankreich ab Samstag die Ausbildung afghanischer Soldaten fort, sagt Frankreichs Präsident Sarkozy. Der Truppenabzug soll unterdessen beschleunigt werden.

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Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Afghanistans Präsident Hamid Karzai beim Treffen in Paris. Quelle: REUTERS
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Afghanistans Präsident Hamid Karzai beim Treffen in Paris. Quelle: REUTERS

Frankreich nimmt die nach dem tödlichen Anschlag auf französische Soldaten in Afghanistan unterbrochene Ausbildungshilfe am Hindukusch wieder auf. Bereits an diesem Samstag solle mit der Ausbildung afghanischer Offiziere und Unteroffiziere wieder begonnen werden, sagte Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Freitag nach einem Gespräch mit seinem afghanischen Amtskollegen Hamid Karsai in Paris.

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Sarkozy hatte nach dem Anschlag, bei dem vier französische Soldaten von einem afghanischen Kameraden getötet worden waren, die Ausbildung einstellen lassen. Sarkozy will ab 2012 der afghanischen Armee schrittweise die Verantwortung für die Sicherheit in der Provinz Kapisa übertragen. „Die allmähliche Übergabe wird den Rückzug der französischen Kampftruppen ab Ende 2013 möglich machen“, sagte Sarkozy.

Im Laufe des Jahres 2012 will Sarkozy 1000 Kampfsoldaten nach Hause holen, 400 mehr als ursprünglich geplant. Der Einsatz in Afghanistan hat bisher 82 französischen Soldaten das Leben gekostet. Frankreich hat von seinen rund 3600 Soldaten am Hindukusch bereits 400 abgezogen.

Bereits im Sommer hatte Sarkozy bei einem Afghanistan-Besuch angekündigt, dass die afghanischen Soldaten bis 2014 die Verantwortung für die Sicherheit des Landes übernehmen sollen. Bis Ende 2014 sollen alle Soldaten der Internationalen Afghanistan-Truppe ISAF das Land verlassen.

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