Afghanistan
Guttenbergs Hubschrauber-Gruppe unter Beschuss

Der Bundeswehr-Hubschrauber mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an Bord ist bei seinem Besuch in Afghanistan beschossen worden. Entsprechende Zeitungsberichte wurden am Sonntag in Kreisen des Verteidigungsministeriums bestätigt.
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dpa BERLIN. Als der Minister am Freitag von Kundus nach Termes (Usbekistan) flog, hätten in der Region Kundus Aufständische mit Infanteriewaffen auf die insgesamt drei Bundeswehr-Helikopter gefeuert. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und "Bild am Sonntag" berichteten, wurde der Zwischenfall dem Minister noch während des Fluges mitgeteilt.

Die drei Hubschrauber vom Typ CH-53 konnten den Flug fortsetzen. Über Schäden an den Maschinen wurde nichts bekannt. An Bord des Hubschraubers, in dem der Minister flog, war auch Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan. Guttenberg hatte in Kundus das deutsche Feldlager besucht. Am Mittwoch war ein Bundeswehr - Hubschrauber desselben Typs ebenfalls mit automatischen Waffen beschossen und getroffen worden. Er hatte den Zeitungsberichten zufolge vier Treffer in einem Zusatztank erhalten.

Guttenberg war am Freitagmorgen zu einem aus Sicherheitsgründen nicht angekündigten Besuch in Kundus eingetroffen. Er wollte sich ein Bild von der Lage in der Region machen, wo am 4. September auf Befehl eines deutschen Obersts zwei von den Taliban gekaperte Tanklastwagen bombardiert worden waren. Dabei kamen nach Angaben der Nato bis zu 142 Menschen ums Leben - Aufständische, aber auch Zivilisten.

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