Afghanistan
Isaf bereitet sich auf Taliban-Offensive vor

Bundeswehr-General Blotz sieht die Taliban erstmals seit Jahren geschwächt. Dennoch warnt er vor einer Frühjahrsoffensive der Aufständischen. US-Verteidigungsminister Robert Gates zeigt sich noch optimistischer.
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Kabul/Neu Delhi/WashingtonDie Internationale Schutztruppe Isaf rechnet mit einer Zunahme von Anschlägen und einer Offensive der Taliban in Afghanistan. Dennoch blickt die Nato-geführte Schutztruppe optimistisch ins Frühjahr: Die Aufständischen seien erstmals seit Jahren geschwächt, sagt der Sprecher der Isaf, Bundeswehr-General Josef Blotz, der Nachrichtenagentur dpa. „Wir haben die Initiative wiedergewonnen.“ Über den Erfolg in Afghanistan werde aber letztlich nicht militärisch entschieden.

"Die Taliban werden zu einer Frühjahrsoffensive schreiten“, sagte Blotz. „Darauf bereiten wir uns seit Monaten intensiv vor.“ Die Taliban seien aber geschwächt. „Durch das gut koordinierte Vorgehen von Isaf und afghanischen Sicherheitskräften ist es erstmals in den vielen Jahren des Konfliktes gelungen, die Kampfkraft der Aufständischen, ihre Führungsstruktur, Logistik und Finanzierungsbasis durch Drogenhandel spürbar zu reduzieren.“

Der General sagte, Anschläge und Gefechte würden dieses Jahr zunehmen, „weil die Aufständischen sich nicht mit dem Verlust von Terrain und Einfluss abfinden werden“. Die Truppen müssten mit Gefallenen rechnen. Dennoch sei deutlich, „dass wir die strategische Lage zu unseren Gunsten verändert haben“. Blotz betonte, es gehe bei der Aufstandsbekämpfung aber nicht um einen militärischen Sieg im klassischen Sinne. „Nicht das Schlachtfeld, sondern ein Verhandlungstisch“ werde über den Erfolg in Afghanistan entscheiden.

US-Verteidigungsminister Robert Gates hält dagegen einen Wendepunkt im Afghanistan-Einsatz noch in diesem Jahr für möglich. Man habe die Aufständischen in den vergangenen Monaten aus Gebieten vertreiben können, die sie über Jahre unter ihrer Kontrolle hatten, sagte Gates am Donnerstag in Washington. „Wenn wir sie in diesem Jahr davon abhalten können, diese Gebiete, die wir ihnen abgenommen haben, zurückzuerobern (...), glaube ich, dass es möglich ist, dass wir zum Ende des Jahres über den Berg sind.“ Dieses Jahr sei entscheidend, sagte Gates.

Etwa 90 000 der 132 000 Soldaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf sind Amerikaner. Zumeist sind sie im Süden und Osten des Landes stationiert, den Hochburgen der Taliban. Präsident Barack Obama hatte angekündigt, im Juli mit einem schrittweisen Abzug der US-Truppen zu beginnen.

Zum geplanten Beginn des Abzugs von US-Truppen im Juli sagte Blotz: „Ich erwarte eine Truppenausdünnung der Amerikaner mit Augenmaß, die nicht zu Einbußen bei wichtigen Fähigkeiten führt, wie wir sie hier noch einige Jahre brauchen.“ Die afghanischen Sicherheitskräfte hätten allerdings „eine ganz außerordentliche Entwicklung“ verzeichnet. Deshalb sei es möglich, mit der Übergabe der Verantwortung in bestimmten Regionen an die einheimische Polizei und Armee wie geplant im Juli zu beginnen. Die sogenannte Transition soll 2014 abgeschlossen werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • raus aus afghanistan sie töten immer wieder afghanen ihr menschen killer !!!

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